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Mehrsprachigkeit türkischer Schüler in Frankreich und Deutschland

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Ann-Birte Krüger

Der Band widmet sich der Mehrsprachigkeit und den sprachlichen Repertoires von Schülern mit Migrationshintergrund in Frankreich und Deutschland. Im ersten Teil dieser soziolinguistischen Studie steht die Analyse von Interviews mit Grundschülern türkischer Herkunft in den Regionen zu beiden Seiten des Oberrheins im Mittelpunkt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit sowohl auf den Ausbau der sprachlichen Repertoires in der Schule als auch auf den Sprachkontakt in Schule und Familie. Ausgehend von diesen Analysen liegt im zweiten Teil der Studie der Akzent auf der Schulsprachenpolitik in Frankreich und Deutschland, die einen Erklärungsrahmen dafür darstellt, wie sich bei den Kindern türkischer Herkunft der Ausbau des sprachlichen Repertoires entwickelt. So wird der Frage nachgegangen, welche Stellung den Sprachen und welche Räume der Mehrsprachigkeit in Schulprogrammen, in offiziellen Texten zum muttersprachlichen Unterricht und in innovativen Projekten in der grenzüberschreitenden Untersuchungsregion zugewiesen werden.

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Kapitel 4: Abschließende Überlegungen

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Abschließend soll auf die eingangs aufgeworfenen Überlegungen über die Stel- lung von Mehrsprachigkeit im Allgemeinen und der Mehrsprachigkeit von Migranten im Besonderen zurückgekommen werden. Zwei Ansätze struk- turieren die folgende Darstellung: Erstens: Inwiefern lassen die Ergebnisse kausale Zusammenhänge zwischen den Sprachrepräsentationen der Schüler türkischer Herkunft und der Schul- sprachenpolitik, wie sie aus den Programmen und offiziellen Texten hervorgeht, erkennen? Das heißt, stehen die Ergebnisse aus Kapitel zwei und drei mit- einander in Verbindung und wenn ja wie und warum? Zweitens: Inwiefern hat der Untersuchungsraum, Baden und das Elsass, die Analyse bereichert oder determiniert? Die Spezifika der Teilregionen als Teil eines größeren grenzüberschreitenden Raums, dem Oberrhein, wurden vorge- stellt. Handelt es sich bei der vorliegenden Studie also um einen deutsch-fran- zösischen Vergleich oder aber um die Auseinandersetzung mit zwei benach- barten Regionen, die Teil einer größeren grenzüberschreitenden Region sind? Welche Bedeutung hat die regionale Sprachpolitik für die Untersuchungs- ergebnisse? Die Stellung der Schulsprache in den Programmen ist auf beiden Seiten des Rheins ähnlich stark und wird in den Texten als grundlegend für eine erfolg- reiche Schullaufbahn dargestellt. Die Argumentationen unterscheiden sich dennoch, da auf deutscher Seite der schulische und berufliche Werdegang in den Mittelpunkt der Erklärung rückt, wogegen auf französischer Seite ein anderes Argument im Vordergrund zu stehen scheint: Französisch ist die Schul- und Nationalsprache. In den Repräsentationen der Schüler findet man diesen Unter- schied, wenn überhaupt, nur ansatzweise. Es...

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