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Windenergie – Ausbau und Repowering in der Stadt- und Regionalplanung

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Edited By Stephan Mitschang

Dem Ausbau der Windenergie kommt eine entscheidende Rolle bei der deutschen Energiewende zu. Aufgabe der Raumordnung und der Bauleitplanung ist es dabei, eine Steuerung der Windenergieanlagen im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung vorzunehmen. Hierbei ergeben sich vielfältige Fragestellungen für die Planungspraxis, welche z. B. die unterschiedlichen Steuerungsbefugnisse auf den Planungsebenen, die zur Anwendung kommenden Steuerungsmodelle, die Abschichtung zwischen den Planungs- und Genehmigungsverfahren, das Repowering, die Auswirkungen von Zielen der Raumordnung auf bestehende und in Aufstellung befindliche Bauleitpläne sowie nicht zuletzt den Bereich des Immissions- und Naturschutzes betreffen. Diese Fragen bildeten den Rahmen für eine wissenschaftliche Fachtagung an der Technischen Universität Berlin am 17. und 18. September 2012. Der Tagungsband dokumentiert die vorgestellten und diskutierten Möglichkeiten und Anforderungen der räumlichen Planung von Windenergieanlagen. Er bietet damit eine wichtige Praxishilfe.

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Sicherung des Repowerings in der Regional- und Bauleitplanung: Christian-W. Otto

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47 Sicherung des Repowerings in der Regional- und Bauleitplanung Christian-W. Otto I. Repowering in der Regional- und Bauleitplanung? Unter Repowering wird der Ersatz alter Windenergieanlagen durch neue leistungs- fähigere Anlagen verstanden. Unter dem Aspekt, dadurch die Nutzung der Wind- energie zu befördern, ist das Repowering in § 30 EEG geregelt.1 Dieser Ersatz alter Anlagen ist erforderlich, um auf den nur begrenzt zur Verfügung stehenden Flä- chen, die für die Windkraftnutzung geeignet sind, den höchst möglichen Energieer- trag einzufahren. Dies ist wiederum notwendig, um den Anteil Erneuerbarer Ener- gien am Energieverbrauch auf das nach § 1 Abs. 3 EEG vorgesehene Niveau zu heben.2 Daneben bietet das durch § 30 EEG beförderte Repowering den Planungs- trägern, insbesondere den Gemeinden, die Möglichkeit, auf den Bestand an Wind- kraftanlagen in ihrem Gemeindegebiet Einfluss zu nehmen. Der jeweilige Pla- nungsträger kann sich dabei den wirtschaftlichen Anreiz des EEG zu nutzen ma- chen, der die Windkraftbetreiber dazu animiert, die alten Anlagen gegen neue Anla- gen auszutauschen.3 Dies kann mit erheblichen wirtschaftlichen Vorteilen für die Anlagenbetreiber verbunden sein. Moderne Windkraftanlagen versprechen einen deutlich größeren Ertrag, als er mit den Altanlagen zu erzielen wäre. Die Altanlagen erweisen sich zudem oftmals als technisch ungenügend und fehleranfällig, so dass sich Windkraftanlagenbetreiber mit ausgedehnten Standzeiten und hohen Repara- turkosten konfrontiert sehen. Das Repowering ist für ihn daher eine wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, Windkraftanlagen auf geeigneten Flächen zu betreiben. Vorrangig findet das Repowering in den Norddeutschen L...

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