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Windenergie – Ausbau und Repowering in der Stadt- und Regionalplanung

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Edited By Stephan Mitschang

Dem Ausbau der Windenergie kommt eine entscheidende Rolle bei der deutschen Energiewende zu. Aufgabe der Raumordnung und der Bauleitplanung ist es dabei, eine Steuerung der Windenergieanlagen im Sinne einer nachhaltigen Raumentwicklung vorzunehmen. Hierbei ergeben sich vielfältige Fragestellungen für die Planungspraxis, welche z. B. die unterschiedlichen Steuerungsbefugnisse auf den Planungsebenen, die zur Anwendung kommenden Steuerungsmodelle, die Abschichtung zwischen den Planungs- und Genehmigungsverfahren, das Repowering, die Auswirkungen von Zielen der Raumordnung auf bestehende und in Aufstellung befindliche Bauleitpläne sowie nicht zuletzt den Bereich des Immissions- und Naturschutzes betreffen. Diese Fragen bildeten den Rahmen für eine wissenschaftliche Fachtagung an der Technischen Universität Berlin am 17. und 18. September 2012. Der Tagungsband dokumentiert die vorgestellten und diskutierten Möglichkeiten und Anforderungen der räumlichen Planung von Windenergieanlagen. Er bietet damit eine wichtige Praxishilfe.

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Windenergie im Wald und in Schutzgebieten: Paul-Bastian Nagel, Johann Köppel, Marie Dahmen, Johanna Erdmann und Mirko Siegmund

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146 te Bevölkerung die Windenergienutzung eher akzeptiert. Zudem wird durch Bür- gerwindparks ein großer Anteil der Wertschöpfung vor Ort erzielt. Das Ziel von Bürgerwindparks ist eine aktive, frühzeitige und kontinuierliche Einbindung der Bürger in den Planungsprozess, die weit über die Beteiligungsprozesse im Zuge der kommunalen Bauleitplanung hinausgeht. Bürgerwindparks unterscheiden sich da- rin, wie hoch die Beteiligungsmöglichkeit ist und wie die Gesellschaftsform gestal- tet wird. Grundsätzlich existieren verschiedene Modelle, wie die Bevölkerung beteiligt wer- den kann. Zum einen können Bürger/ Landeigentümer Betreibergesellschaften gründen und Miteigentümer werden. Zum anderen können Bürger als Kapitalgeber Windenergieprojekte finanziell unterstützen. 147 Windenergie im Wald und in Schutzgebieten Paul-Bastian Nagel, Johann Köppel, Marie Dahmen, Johanna Erdmann und Mirko Siegmund I. Einleitung Bis zum Jahr 2050 soll der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energie- trägern auf mindestens 80 Prozent gesteigert werden, wobei der größte Anteil durch den Ausbau der Windenergie geleistet werden soll. Um diese Ausbauziele zu erreichen, geraten auch Wald- und Schutzgebiete vermehrt in den Fokus bei der Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen1. Auch das Bundesamt für Naturschutz2 und die Naturschutzverbände schließen die Nutzung einzelner Flä- chenkategorien in diesen Gebieten nicht grundsätzlich aus3 (vgl. Tab. 1 und 2). Wald- und Schutzgebiete werden insbesondere dort für die Planung von Wind- energieanlagen (WEA) in Frage kommen, wo alternative Standorte nur begrenzt vorhanden sind. Waldflächen bedecken etwa ein Drittel der bundesdeutschen...

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