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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.

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Nach dem Gedränge im Zug und im überfüllten, durch mehrere Bombenein- schläge zwar leicht beschädigten, aber wenigstens vor dem Wind schützenden Bahnhofsgebäude war Hanna froh, endlich ins Freie treten zu können. Die Kriegsstrategie der alliierten Truppen, gezielt Verkehrs- und Transportwege zu zerstören war auch hier, im Umfeld des Hauptbahnhofs ablesbar. Während sie wenig später die Friedrich Ebert Allee in Richtung des alten Stadtzentrums hinunterlief, fielen ihr die beschädigten Türme der Marktkirche und der Bonifatiuskirche auf, die wie markante Skelettspitzen in den klaren Himmel zeigten. „Aber sie stehen wenigstens noch“, schoss es ihr beim Gedanken an das Aus- maß der Zerstörung in Frankfurts Innenstadt durch den Kopf. Trotz der empfindlichen Schäden im Bereich des Quellenviertels, an Kurhaus, Wandel- und Trinkhalle durch einen Flächenbrand war Wiesbaden wesentlich weniger zerstört als Frankfurt. Dennoch markierten hier wie dort nun die Rui- nenwände der ehemaligen Rathäuser das Stadtzentrum. Der kurze Weg vom Hauptbahnhof zum Museum war schnell zurückgelegt. Auch in der Friedrich Ebert Allee, waren einige Häuser getroffen worden, jedoch nur leichte bis mittelschwere Schäden entstanden. Eilig waren die Menschen unterwegs, scheu. Weniges nur hatten sie, das sie gegen die Kälte schützen konnte, manche trugen mehrere Kleidungstücke übereinander. Nichts war zu spüren vom einstmals geschäftigen Treiben in den Hauptstraßen, kein Autover- kehr. Wo früher flanierende Kurgäste die kaiserliche Bäderstadt bevölkert hatten, lagen Trümmer....

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