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Die Kunstvermittlerin Hanna Bekker vom Rath

Die Anfänge des Frankfurter Kunstkabinetts Hanna Bekker vom Rath- 2., überarbeitete Auflage

Ulrike Fuchs

Das Buch behandelt einen Ausschnitt aus dem Leben der Hanna Bekker vom Rath, die eine herausragende Persönlichkeit des kulturellen Nachkriegsdeutschlands und brillante Kunstvermittlerin war und mit ihrem Frankfurter Kunstkabinett und in ihrem legendären blauen Haus in Hofheim am Taunus Geschichte schrieb. Die für ihre Zeit überaus emanzipierte Art, mit der Hanna Bekker vom Rath den Repressalien des nationalsozialistischen Kunstdiktates trotzte und sich für die als entartet gebrandmarkte, expressionistische Kunst auch über den Krieg hinaus einsetzte, brachte die Autorin innerhalb ihrer journalistischen Tätigkeit auf die Spuren dieser couragierten Frau.

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26 Der Umzug und das Ankommen in bewunderten Fußstapfen

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Überall in der Stadt bemerkte man das Bemühen, die Improvisation der ersten Geschäftsanfänge nach dem Krieg zu überwinden und in neu geschaffenen oder besser hergerichteten Räumen eine größtmögliche Normalität zu erreichen. Eif- rig war man in Frankfurt darauf bedacht, nicht hinter den anderen Wirtschafts- standorten zurückzubleiben, ihnen vielmehr immer einen Schritt voraus zu sein. Während Berlin aus der Luft versorgt werden musste, schickte sich Frankfurt an, Hauptstadt zu werden. Nachdem bereits im Jahr zuvor die Messe in Hannover wieder ihre Tore ge- öffnet hatte, konnte am 3. Oktober 1948 auf 35.000 qm Ausstellungsfläche in Frankfurt am Main die erste große Messe nach der Währungsreform präsentiert werden und dies, obwohl die Festhalle ebenso wie das gesamte ehemalige Mes- segelände 1945 zerstört worden waren. Auf diese Weise dachte die Stadt ihren Führungsanspruch mit Nachdruck geltend zu machen. „Im Gefolge der deutschen Zentralverwaltungen orientierten sich außerdem seit 1947 zahlreiche politische, wirtschaftliche und kirchliche Interesseverbände sowie Zeitungen und Nachrichtenagenturen nach Frankfurt. … Gegen die Briten und gegen Vertreter des deutschen Zentralbankwesens setzten die Amerikaner durch, dass die „Bank deutscher Länder“ als neue deutsche Zentralbank Anfang 1948 in Frankfurt, dem entstehenden westdeutschen Verwaltungs- und Regie- rungszentrum, und nicht in Hamburg, gegründet wurde.“459 Die Grundlagen für den Aufstieg der Stadt zum führenden nationalen Finanz- platz waren damit gelegt; gute Voraussetzungen auch für den Handel mit Kunst. Das ließ Hanna Bekker vom Rath, Dr....

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