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Kirche in Welt

Christentum im Zeichen kultureller Vielfalt

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Edited By Andreas Hölscher, Anja Middelbeck-Varwick and Markus Thurau

Der christliche Glaube ist durch große kulturelle Vielfalt geprägt, die auf das Selbstverständnis der Kirche als «Weltkirche» einwirkt: Kontextuelle wie interkulturelle Verstehensweisen des weltweiten Christentums gewinnen angesichts globaler Erfahrungsräume zunehmend an theologischer Bedeutung. Die einzelnen Beiträge des Sammelbandes fragen danach, welche Bedeutung regionale Kulturen, Kontexte und das gewandelte globale Weltverstehen für das Christentum besitzen. Europäische wie außereuropäische Räume werden dabei in den Blick genommen, um am Beispiel einzelner Länder, Regionen, Praxen und Personen die jeweiligen Kirchen kennenzulernen und zu erörtern. Die politischen, kulturellen und historischen Rahmenbedingen, in denen sich Ortskirchen vorfinden, werden damit thematisiert.

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Anja Middelbeck-Varwick: Zur Rede von der „Welt-Kirche“ und der „Katholizität“ – Von einigen Zukunftsaufgaben der Interkulturellen Theologie

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Anja Middelbeck-Varwick Zur Rede von der „Welt-Kirche“ und der „Katholi- zität“ – Von einigen Zukunftsaufgaben der Inter- kulturellen Theologie Schon 1997 schrieb Robert J. Schreiter über „Die neue Katholizität“ und verband damit das Anliegen, die Kontexte der Kirche(n) und die Zu- kunft kontextueller Theologien angesichts der Globalisierung angemes- sen zu bedenken: „Theologie muss fähig sein, sich gegenüber der Globalisierungstheorie nicht einfach reaktiv zu verhalten, sondern mit dieser zu interagieren – aus ihrer eigenen Geschichte heraus und mit ihren eigenen Möglichkeiten. Es scheint mir, dass das Konzept der Katholizität ein theologisches Kon- zept sein kann, das am ehesten geeignet ist, eine theologische Sicht von Theologie zwischen dem Globalen und dem Lokalen in einer weltweiten Kirche zu entwickeln.“1 Es scheint lohnend, diesen Gedanken am Ende dieses Bandes, der höchst divergente Kontexte der christlichen Kirchen und Denominationen in Geschichte und Gegenwart beleuchtet hat, aufzunehmen: Denn die zahl- reichen Blickrichtungen auf die Vielfalt der weltweiten Christenheit wer- fen in theologischer Perspektive nicht nur die Frage auf, inwiefern eine universale Perspektive im Sinne einer globalen Weltdeutung überhaupt noch eingenommen und vertreten werden kann, sondern vielmehr, wie eine derart verbindende Universalität, die doch für jedwedes Verständ- nis von Kirche konstitutiv ist, sich innerhalb der christlichen Glaubens- gemeinschaft zwischen dem Lokalen und dem Globalen aktuell eigent- lich bestimmen lässt. Gefragt ist damit einmal nicht primär nach der vo- rausgehenden allgemeinen, verbindlichen Norm, die Einheit im Glauben und Anspruch auf Wahrheit stiftet. Leitend ist zunächst...

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