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Medien und Buddhismus in Viktor Pelevins Roman «Buddhas kleiner Finger» (Čapaev i Pustota): Gefangenschaft und Befreiung

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Inna Ganschow

Die Arbeit beschäftigt sich mit Viktor Pelevins Roman Čapaev i Pustota und rückt dabei die literarischen Verfahren des Autors, die seinen Schreibstil charakterisieren, in den Mittelpunkt der Analyse. Auf der inhaltlichen Ebene des Romans wird die das Bewusstsein krank machende Wirkung der Medien aufgezeigt. In der ästhetischen Form des Romans werden dagegen Strategien des Buddhismus verwirklicht, die als heilende Gegenmaßnahme verstanden werden können. Methodisch geht die Arbeit zunächst werkimmanent vor und greift dabei auf die kommunikationstheoretisch fundierte Narratologie zurück. Abschließend wird der Roman im Ganzen als «literar-buddhistisch geprägter Antimedienroman» charakterisiert.

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I. Pelevin: Postmodernismus, Medien und Buddhismus

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In diesem Teil wird die Postmoderne in Russland behandelt, ihr zeitlicher Rahmen und die Spielarten des Postmodernismus, um vor diesem Hintergrund die Eigenart Pelevins zu zeigen, woraus im nächsten Unterkapitel eine Verortung des Autors im literaturgeschichtlichen Kontext hervorgeht. Im Anschluss werden die Medien in Russland und ihre Präsenz in der russischen Literatur nach der Perestrojka untersucht, was das Verständnis des notwendigen Kontextes fördert, in dem die Romane entstanden sind und dessen Problematik sie aufgreifen. Es wird deutlich, dass die mediale Präsenz typisch für die gesamte Epoche ist und, wenn auch nicht in dem Maße wie bei Pelevin, von einer großen Zahl von Autoren thematisiert wurde. Das abschließende Unterkapitel geht auf Vorläufer im Bezug auf die Verarbeitung des Buddhismus ein. Kontrastiv wird die Besonderheit Pelevins vor dem Hintergrund der bestehenden literarischen Traditionen der Rezeption der östlichen Weisheitslehre in Russland herausgearbeitet. Die drei für ihn charakteristischen thematischen Schwerpunkte (Zeichentheorie, Medien und buddhistische Philosophie bzw. Religion) werden damit in einem literaturhistorischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhang verortet. I.1. Pelevin und der Postmodernismus Zunächst gilt es, das Gesamtwerk bis 2010 literarhistorisch einzuordnen, wobei insbesondere die Entwicklung in Werkphasen berücksichtigt wird. Es wird primär die Beziehung zum Postmodernismus untersucht. Entsprechende Attribuierungen finden sich in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen zu Pelevin aus Russland, Europa und den USA: „[...] В. Пелевин – писатель постмодернист“ [Репина 2004:173]; „используя ременесцентные имена, [...] писатель-постмодернист [Пелевин] достигает эффекта игровой относительности“ [Жаринова 2004:148]; „[Generation П –] пример постмодернистского текста“ [Гавенко 2002:11]; „Pelevins literarische Welt zeichnet sich durch postmoderne Fragestellungen aus“ [Engel 1999:335]; „some distinct traits of the postmodern thinking of...

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