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Medien und Buddhismus in Viktor Pelevins Roman «Buddhas kleiner Finger» (Čapaev i Pustota): Gefangenschaft und Befreiung

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Inna Ganschow

Die Arbeit beschäftigt sich mit Viktor Pelevins Roman Čapaev i Pustota und rückt dabei die literarischen Verfahren des Autors, die seinen Schreibstil charakterisieren, in den Mittelpunkt der Analyse. Auf der inhaltlichen Ebene des Romans wird die das Bewusstsein krank machende Wirkung der Medien aufgezeigt. In der ästhetischen Form des Romans werden dagegen Strategien des Buddhismus verwirklicht, die als heilende Gegenmaßnahme verstanden werden können. Methodisch geht die Arbeit zunächst werkimmanent vor und greift dabei auf die kommunikationstheoretisch fundierte Narratologie zurück. Abschließend wird der Roman im Ganzen als «literar-buddhistisch geprägter Antimedienroman» charakterisiert.

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II. Medienreferenzen im Roman Чапаев и Пустота

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Im Mittelpunkt dieses Kapitels stehen die Medienreferenzen im Roman Чапаев и Пустота. Im ersten Abschnitt (II.1) werden die Gesamtkomposition sowie die formalen und inhaltlichen Besonderheiten analysiert, aus der nicht nur die Subjektivität von Petrs imaginierte Welt hervorgeht, deren Schöpfer er ist, sondern auch der Ursprung der Romanwelt, in der die Realität und die Nicht- Realität in Bezug auf eine höhere Realität gleichgesetzt werden. Der zweite Abschnitt (II.2) widmet sich der Rezeption der Figur Čapaev bei Pelevin und ihren drei Hauptquellen in Buch, Film und Witzen. Das primäre Interesse richtet sich dabei auf die Interpretation des Romans in seinen inter- und hypertextuellen Überschneidungen mit anderen medialen oder literarischen Produkten. Im Kapitel II.2.1 werden Referenzen zum Buch von Dmitrij Furmanov Чапаев von 1923 untersucht. Hier lassen sich einige Verfahren herauskristallisieren und definieren, die der Autor verwendet. Die Bezüge zum Film der Vasil’evs Чапаев (1934), die im Kapitel II.2.2. analysiert werden, sind vor allem durch ihre spezifische audiovisuelle Natur interessant. Die dritte Rezeptionsquelle sind die Witze über Čapaev, die sich sowohl auf den Film beziehen als auch Wurzeln in der Folklore haben. Die Funktion des Witzes wird im Kapitel II.2.3 eine ausführlichere Behandlung finden. Es wird weiterhin untersucht, inwiefern die von den Protagonisten wahrgenommene Wirklichkeit real ist bzw. nur ein Produkt der medialen Reproduktion darstellt (II.3). In diesem letzten Abschnitt werden die intermedialen Verbindungen der einzelnen Protagonisten zu Filmen und Fernsehserien erläutert, die die Hauptanalyse auf der Ebene des abstrakten Erzählers abrunden: Da der Roman in Form...

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