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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Edited By Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Viele Wege führen zur Globalisierung. Zur Übersetzung und Verbreitung angloamerikanischer Sprichwörter in Europa

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Wolfgang Mieder (Burlington/VT, USA) Vor vierzig Jahren hielt und veröffentlichte der bekannte finnische Parömiologie Matti Kuusi einen bedeutenden Vortrag in seiner Muttersprache, der im Jahre 1994 endlich unter dem Titel „Research Problems in Loan-Proverbs” in engli- scher Sprache erschienen ist. Darin machte Kuusi die aufschlussreiche Bemer- kung: „it is necessary before long to move to a global examination of proverbs” (Kuusi 1969 [1994]: 129). Da Kuusi in dem beeindruckenden „Folklore Arch- ive” der Finnish Literature Society in Helsinki eine große Anzahl komparatisti- scher Sprichwörtersammlungen zusammengestellt hatte, war er sich offensicht- lich bewusst, dass solche Sammlungen viel zu dem Phänomen der internationa- len Verbreitung gewisser Sprichwörter enthalten. Das gilt selbstverständlich auch für seine unübertroffenen Proverbia septentrionalia. 900 Balto-Finnic Pro- verb Types with Russian, Baltic, German and Scandinavian Parallels (1985), die er zusammen mit einigen nordischen Parömiographen als Band 236 der be- kannten „Folklore Fellows Communications” (FFC) herausgegeben hat. Dieser unermüdliche Folklorist hatte in derselben Reihe (FFC 211) bereits seine grund- legenden Überlegungen Towards an International Type-System of Proverbs (1972) vorgelegt und an diesem Typensystem hat er, zuletzt mit seiner Tochter Outi Lauhakangas, fünfundzwanzig Jahre gearbeitet. Sie hat nun ihr eigenes Buch The Matti Kuusi International Type-System of Proverbs (2001) als FFC 275 veröffentlicht, das diese im Internet zugängliche Datenbank von Sprichwör- tern aus aller Welt beschreibt. Die Erfolge der kontrastiven Parömiographie vor und nach Matti Kuusis Be- mühungen müssen hier nicht alle aufgez...

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