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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Edited By Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Zu den Zielen und Aufgaben der textlinguistischen Seminare in der fremdsprachigen Germanistik

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Waldemar Czachur (Warszawa, Polen) 1 Vorbemerkungen Die Textlinguistik ist eine erfolgreiche Disziplin. Dieser Erfolg wird gemessen an ihrem Erkenntnispotenzial, der Zahl der Publikation sowie an dem Einfluss, den sie auf die Nachbardisziplinen wie Stilistik, Rhetorik, Schreibforschung, Diskursanalyse, Medienforschung, Verständlichkeitsforschung usw. ausübt. Antos (2007) fragt provozierend „Wozu eigentlich Textlinguistik?“ und schreibt ihr ein Erklärungspotenzial zu: Die Textlinguistik muss in historischer und systematischer Hinsicht erklären, wie Wissen für bestimmte Zwecke und bestimmte Adressaten einer Zeit/Kultur/Region „gut“, „besser“ oder „weniger angemessen“ semiotisch sichtbar gemacht werden kann! Sie hat dabei zunächst einmal jene rhetorischen, stilistischen und sonstigen Problemlösestrategien und -formen zu sichten und zu bewerten, mit denen wir Wis- sen in einer Gesellschaft wahrnehmbar zu machen pflegen. Darüber hinaus müssen jene lokalen und globalen Lösungen gesammelt und ausgewertet werden, die für kommunikative Darstellungsprobleme in einer Gesellschaft tradiert und weiterent- wickelt werden. Ziel ist dabei nicht nur eine bestandsaufnehmende Beschreibung, sondern Erklärungsversuche im Hinblick darauf, wie Texte Wissen (unterschiedlich) sichtbar machen (können) (Antos 2007: 21). In Texten kreuzen sich die Interessen unterschiedlicher Disziplinen und die Textlinguistik ist folglich ein Begegnungsfeld für Linguisten, Literaturwissen- schaftler und Didaktiker. Sie hat damit eine Integrationsfunktion für die Philolo- gie. Vor diesem Hintergrund frage ich danach, was eigentlich eine erklärende Textlinguistik im fremdsprachlichen kulturwissenschaftlich orientierten Germa- nistikstudium leisten soll, also nicht, welche Forschungsziele sie als eine For- schungsdisziplin verfolgen sollte, sondern welche Ziele und Aufgaben ihr als einer Seminareinheit in der philologischen Ausbildung zukommen.1...

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