Show Less

Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

Series:

Edited By Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Binsenweisheiten und empirische Befunde zur Rolle des Schreibens im Fremdsprachenerwerb

Extract

Jan Iluk (Katowice, Polen) Im folgenden Beitrag werden zunächst die gängigen Binsenweisheiten zur Rolle des Schreibens im Fremdsprachenunterricht (FSU) genannt sowie Analysen dar- gestellt, in denen der Stellenwert von Schreibhandlungen in Lehrwerken für den Unterricht Deutsch als Fremdsprache untersucht wurde. Daran anschließend werden die Ergebnisse eines Experiments dargestellt und ausgewertet, in dem zu ermitteln war, wie sich das systematische Verfassen von Zusammenfassungen im Vergleich zu traditionell geführten Sprachkursen auf die Sprachkompetenz auswirkt. 1 Binsenweisheiten zum Schreiben im FSU In der Fachdiskussion zur Rolle des Schreibens im FSU werden immer wieder folgende Binsenweisheiten wiederholt: - Der kommunikative Fremdsprachenunterricht habe das Schreiben programma- tisch vernachlässigt. - Der Lerner einer Fremdsprache brauche in der Alltagskommunikation nur eine sehr limitierte Schreibfertigkeit. - Die systematische Beschäftigung mit dem Schreiben könne die schnelle Ent- wicklung der Gesprächsfähigkeit gefährden. - Das Verhältnis vom Hörverstehen über das Leseverstehen zum Sprechen und Schreiben solle wie 8:7:4:2 sein. - Das Schreiben könne lehrerunabhängig als Nebenprodukt einer intensiven Ent- wicklung der Sprechfertigkeit erworben werden, so dass alles Schriftliche in die Hausaufgabe delegiert werden könne. - Die Entwicklung der Schreibfertigkeit sei die schwerste und übungsintensivste. - Schreibaufgaben gelten als ein lästiges und wenig beliebtes Element des Fremd- sprachenunterrichts. - Dem Schreiben komme a priori eine Mittlertätigkeit zu. - Schreiben habe einen hohen Wert für die Wissensspeicherung. - Schreiben erziehe das Denk- und Sprachvermögen. - Schreiben werde durch Computer zu...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.