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Wissenstransfer durch Deutsch als Fremdsprache

Eine internationale Perspektive

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Edited By Anna Lewandowska and Matthias Ballod

Warum lernen Ausländer heute Deutsch? Mit welchen Lernbedingungen sind sie konfrontiert? Welche Standards können sie in ihrer Ausbildung und von der Ausbildung ihrer Lehrkräfte erwarten? Diesen Fragen widmet sich der vorliegende Band aus international vergleichender Perspektive. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind dabei als Generalschlüssel für den Wissenstransfer zu begreifen: Sprachlicher und fachlicher Wissenstransfer sind zwei gleichrangige Anforderungen bei Zugang, Erwerb und Vermittlung von Wissen, und zwar ganz besonders in verschiedenen interkulturellen Kontexten. Die Beiträge werfen einen Blick auf Bedingungen, Formen und Probleme von DaF-Unterricht und Deutschlehrerausbildung und diskutieren Reformvorschläge. Der Band setzt die verschiedenen Spielarten des Wissenstransfers in eine Beziehung zum Deutschlernen und verankert damit das Thema Wissenstransfer als einen eigenständigen Aspekt in Deutsch als Fremdsprache.

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Quo vadis, polnische Germanistik? Einige Reflexionen über die Gegenwart und Zukunft der deutschen Philologie in Polen

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Edyta Grotek (Toruń, Polen) 1 Allgemeine Bemerkungen zum Ist-Zustand Seit dem Jahre 1992 befindet sich Deutschland unter den drei wichtigsten Han- delspartnern Polens1, seit achtzehn Jahren ist es konsequent an der ersten Stelle, wenn es um die im Außenhandel getätigten Umsätze geht (vgl. MRS 2009: 376ff.): Abb. 1: Außenhandel zwischen Polen und Deutschland, zusammengestellt anhand von MRS (2009) Die Zusammenstellung der statistischen Daten zum polnischen Export und Im- port im Jahre 2008 ergibt, dass Polen über ein Viertel der Umsätze im Waren- austausch mit Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeitet hat, also mit deutschsprachigen Ländern (vgl. ebd.: 381ff.), was die unten angeführten Dia- gramme veranschaulichen: 1 Zwischen 1949 und 1989 gilt das mindestens für einen der beiden deutschen Staaten. 138 Edyta Grotek Abb. 2: Export Polens 2008, zusammengestellt anhand von MRS (2009) Abb. 3: Import Polens 2008, zusammengestellt anhand von MRS (2009) Da die Wirtschaft eine der wichtigsten Triebkräfte ist, könnte man schon aus dem Obigen annehmen, dass sich Deutsch sowohl unter Abiturienten als auch unter Studenten und Berufstätigen in Polen einer großen Popularität erfreut und dass in unserem Land ein großer und anerkannter Bedarf nicht nur an Deutsch- sprechenden, sondern auch an denjenigen besteht, welche die deutsche Literatur und Kultur, also „die deutsche Seele“, kennen und als Multiplikatoren der ge- genseitigen (auch wirtschaftlichen und wissenschaftlichen) Beziehungen dienen können. Quo vadis, polnische Germanistik? 139 Währenddessen wird das Deutsche schon in Grundschulen, aber auch an...

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