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Nordic Ideology between Religion and Scholarship

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Edited By Horst Junginger and Andreas Akerlund

The articles of this volume treat the expansion of the Nordic ideology in the first half of the twentieth century. They concentrate on the amalgamation of scientific, religious and political features, which transformed the idea of the North into a mainstay of extreme nationalism. Lacking positive norms and values, the Nordic idea depended on the opposition against everything deemed un-Nordic. Völkisch Nordicism shared with conventional forms of nationalism the enmity with Judaism and Bolshevism and – to a lesser extent – with Anglo-Americanism and Catholicism. Beyond that, it constituted a mythological counter narrative that combined the idea of spiritual kinship with biological lineage, on Pagan as well as on Christian grounds.

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Zusammenfassung

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Der vorliegende Sammelband beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Religion und Wis- senschaft bei der Verbreitung völkisch nordischen Denkens in Deutschland und Skandinavien. Er untersucht, wie sich Vorstellungen vom „Norden“ unter bestimmten politischen und histori- schen Bedingungen zu einer Ideologie des chauvinistischen Nationalismus verengten. Weil die verschiedenen Versuche zur Systematisierung einer nordischen Weltanschauung außerordentlich diffus blieben und allenfalls in Teilbereichen ein rein assoziatives Denken überschritten, kam es zunächst darauf an, Probleme der terminologischen Abgrenzung anzusprechen und den Blick für die heterogene Natur der nordischen Bewegung zu schärfen. Erst die Rassenidee schien die Mög- lichkeit zu eröffnen, das Gemeinsame der nordischen Völker auf biologischer und anthropologi- scher Grundlage neu bzw. überhaupt erst bestimmen zu können. Allerdings stellte es sich als unmöglich heraus, den Gedanken einer nordischen Rasse wissenschaftlich zu objektivieren und allgemeine Kriterien für die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft nordischstämmiger Menschen nachzuweisen. Das galt nicht nur für die Naturwissenschaften, sondern auch für Fächer wie die Germanistik, Nordistik, Skandinavistik, Sprachwissenschaft und Volkskunde, die sich von jeher intensiv mit nordischen Themen beschäftigten. Noch stärker trugen Vertreter der evangelischen Theologie und der nichtkonfessionellen Religionswissenschaft zur ideologischen Überhöhung der angeblichen Weltanschauungsgemeinschaft der Nordvölker bei, auch wenn sie sich aus religiösen Gründen gegenseitig erbittert bekämpften. Ein wichtiges Ergebnis der in diesen Proceedings ver- sammelten Artikel ist die Erkenntnis, dass der Beitrag des völkischen Neuheidentums bei der Ausbreitung des nordischen Gedankens geringer zu...

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