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Innovationsfähigkeit durch Vertrauensgestaltung?

Befunde und Instrumente zur nachhaltigen Organisations- und Netzwerkentwicklung

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Edited By Guido Becke, Christiane Funken, Sebastian Klinke and Wolfgang Scholl

Mit diesem Band reagiert die Arbeits- und Organisationsforschung auf die zunehmende Bedeutung ,weicher‘ Faktoren in der beruflichen Praxis. Gerade die Realisierung erfolgreicher Innovationen erfordert ein vertrauensvolles Klima zwischen den beteiligten Akteuren und Unternehmen. Inwieweit und auf welche Weise aber lässt sich Vertrauen positiv gestalten? Kann dabei auch ein gesundes Misstrauen förderlich sein? Welche Rolle spielen bei diesen Prozessen die Dynamiken innerhalb der sozialen Netzwerke? Aktuelle Befunde der interdisziplinären Forschung aus fünf geförderten Verbundprojekten werden zu dieser Thematik vorgestellt. Ferner werden die in den Projekten entwickelten Instrumente zur konkreten Gestaltung von Vertrauen präsentiert.

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Einleitung. Guido Becke, Christiane Funken, Sebastian Klinke, Wolfgang Scholl & Martin K.W. Schweer

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11 Einleitung Guido Becke, Christiane Funken, Sebastian Klinke, Wolfgang Scholl & Martin K.W. Schweer Zukunft gestalten heißt heute mehr denn je, innovative Produkte und Dienstleis- tungen zu entwickeln, dabei die organisationalen Prozesse stetig zu optimieren und gleichzeitig den nachhaltigen Umgang mit unternehmenseigenen immate- riellen und materiellen Ressourcen voranzutreiben. Die Bewältigung dieser He- rausforderungen bestimmt nachdrücklich die Wettbewerbsfähigkeit von Unter- nehmen in einem sich wandelnden ökonomischen und gesamtgesellschaftlichen Kontext. Unternehmen stehen hierbei vor einer doppelten Herausforderung: Zunächst gilt es, eine dynamische Balance von Flexibilität und Stabilität in orga- nisatorischen Veränderungsprozessen zu erreichen. Eine solche Balance fördert die Unterstützung von Wandel und Neuerung gleichermaßen durch Beschäftigte und Führungskräfte, sie erschließt neue Handlungsräume für Innovationen, sie bietet dabei Stabilität und Orientierungssicherheit. Die zweite Herausforderung besteht in dem Erfordernis, bei der Entwicklung innovativer Produkte und Dienst- leistungen auf die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Organisationen (bspw. Lieferanten, Hochschulen, öffentliche Institutionen, Beratungsfirmen) angewiesen zu sein. Hieraus resultieren oftmals Kooperationen wie Projektverbün- de, strategische Allianzen, Metaorganisationen und stabile (Innovations-)Netz- werke zur Realisierung solch komplexer Entwicklungsprojekte, die wiederum interne organisationale Veränderungen nach sich ziehen. Um in solchen Situa- tionen erfolgreich zusammenarbeiten zu können, bedarf es der zentralen immate- riellen Ressource „Vertrauen“ zwischen den Akteuren aller Ebenen in und zwi- schen den beteiligten Organisationen. Prozesse des Wandels können nun aber einem Vertrauensparadoxon unterliegen – sie machen einerseits Vertrauen erfor- derlich, andererseits belasten sie die betrieblichen Vertrauenskulturen und...

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