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Innovationsfähigkeit durch Vertrauensgestaltung?

Befunde und Instrumente zur nachhaltigen Organisations- und Netzwerkentwicklung

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Edited By Guido Becke, Christiane Funken, Sebastian Klinke and Wolfgang Scholl

Mit diesem Band reagiert die Arbeits- und Organisationsforschung auf die zunehmende Bedeutung ,weicher‘ Faktoren in der beruflichen Praxis. Gerade die Realisierung erfolgreicher Innovationen erfordert ein vertrauensvolles Klima zwischen den beteiligten Akteuren und Unternehmen. Inwieweit und auf welche Weise aber lässt sich Vertrauen positiv gestalten? Kann dabei auch ein gesundes Misstrauen förderlich sein? Welche Rolle spielen bei diesen Prozessen die Dynamiken innerhalb der sozialen Netzwerke? Aktuelle Befunde der interdisziplinären Forschung aus fünf geförderten Verbundprojekten werden zu dieser Thematik vorgestellt. Ferner werden die in den Projekten entwickelten Instrumente zur konkreten Gestaltung von Vertrauen präsentiert.

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Vertrauen als Bedingung für Innovationsfähigkeit:Verfahren, Instrumente und Promotoren

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Vertrauen als Bedingung für Innovationsfähigkeit: Verfahren, Instrumente und Promotoren 209 Einführung in das Kapitel Sebastian Klinke Innovationen1 gelten als Erfolgsfaktor, wenn es um den Erhalt der Wettbewerbs- fähigkeit unter Bedingungen der Globalisierung geht (Wollert, 1999, S. 102): „Der gestiegene Bedarf an Innovationsfähigkeit und Innovationen stellt in einer globalisierten Wissens- und Informationsgesellschaft einen der wesentlichen Faktoren für die Überlebensfähigkeit von Unternehmen und Organisationen dar“ (Hartmann, Brentel & Rohn, 2006, S. 16). In der Fachliteratur zum Thema Inno- vationsfähigkeit von Organisationen finden sich zumeist nur fördernde und hemmende Bedingungen zu so genannten harten Faktoren. Dazu zählen insbe- sondere geringe finanzielle (vgl. KfW Bankengruppe, 2009, S. 60) und personelle Ressourcen sowie fehlendes Know-how (vgl. Bundesministerium für Umwelt & Umweltbundesamt, 2008, S. 100; ZIT Zentrum für Innovation und Technologie GmbH, 2004, S. 24). Es existieren jedoch auch so genannte weiche hemmende und fördernde Faktoren für Innovationen, die sich primär auf Interaktionen und Interessen der betrieblichen Akteure oder im Falle von Netzwerken der Akteure verschiedener Unternehmen beziehen. Um diese geht es vornehmlich in den Beiträgen dieses Kapitels, mit dem Schwerpunkt auf dem Faktor Vertrauen. Vertrauen wird in den Beiträgen sowohl als Voraussetzung für erfolgreiche (z.B. technische) Innovationen, als auch als ein zu förderndes Ziel organisationaler Innovationen thematisiert. Innovationen im Sinne von Veränderungen und Neuerungen wecken Ängste und werden daher von den betroffenen Organisationsmitgliedern tendenziell eher bekämpft als unterstützt (Panse & Stegmann, 1998, S. 62). Zu den...

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