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Vermitteltes Mittelalter?

Schulische und außerschulische Potentiale moderner Mittelalterrezeption

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Iris Mende

Das anhaltende öffentliche Interesse am Mittelalter schlägt sich aktuell stark in der Kinder- und Jugendliteratur nieder. Im akademischen und schulischen Bereich wird diesem Phänomen hingegen nur selten Rechnung getragen. Das Buch lotet aus, wie viel «Mittelalter» durch moderne Texte für junge Leserinnen und Leser tatsächlich vermittelt wird und werden kann. Hierzu werden exemplarisch Adaptationen des Artusstoffs aus der aktuellen Kinder- und Jugendliteratur analysiert. Im Vordergrund steht hierbei die Frage, ob diese Literatur geeignet ist, als «Brücke» zu mittelalterlichen Texten zu wirken und damit Wege für eine schulische und außerschulische Beschäftigung mit dieser Epoche zu initiieren.

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6. Ausblick

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Die Produkte moderner Mittelalterrezeption, mit denen Schülerinnen und Schü- ler vor allem im außerschulischen Bereich in Kontakt kommen, sind äußerst vielfältig: Literatur, Film, Computerspiele, Rollenspiele, Mittelaltermärkte – überall können junge Menschen auf Bezüge zum Mittelalter stoßen. Die vorlie- gende Analyse zeigt lediglich einen kleinen Ausschnitt aus einer Fülle von mul- timedialen Ausprägungen moderner Beschäftigung mit dem Mittelalter. Obwohl die literatur- und kulturwissenschaftliche Forschung den Gegenstand Mittelalter- rezeption immer wieder aufnimmt, scheint das Interesse der Didaktik daran bis- lang begrenzt. Damit ist ein weites Forschungsfeld eröffnet. Neben der Mög- lichkeit, weitere Adaptationen mittelalterlicher Stoffe in der modernen Kinder- und Jugendliteratur zu betrachten, wäre auch ein Blick auf andere Medien wün- schenswert, da sich die Beschäftigung von Schülerinnen und Schülern mit dem Mittelalter bei Weitem nicht nur auf das Medium Buch beschränkt. Darüber hin- aus wäre genauer zu betrachten, wie sich die Wiederaufnahme mittelalterlicher Themen, Motive und Sinnbilder in der Fantasy-Literatur darstellt, wenn keine Adaptation eines mittelalterlichen Stoffes erfolgt, sondern nur einzelne Elemen- te aufgerufen werden. Aber auch im Bezug auf die Adaptation des Artusstoffes in der Kinder- und Jugendliteratur sind noch einige Fragen offen. Bei den analysierten Texten han- delt es sich um sehr umfangreiche Werke, deren Behandlung als Ganzschrift im Unterricht – sofern man von einer umfassenden Analyse der Gesamtheit der Texte im Sinne der schulischen Textinterpretation ausgeht – problematisch ist, nicht zuletzt aufgrund des Preises, der im Vergleich zu speziell...

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