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Der Weg von syntaktischer Fügung zum Wort

Eine Analyse deutscher substantivischer Univerbierungen unter synchroner, diachroner und sprachvergleichender Perspektive

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Nathanael Baché

Diese Arbeit geht der Frage nach, wie durch unterschiedliche Muster der Univerbierung, Inhalte von Sätzen oder syntaktischen Fügungen im Deutschen zu Wortinhalten komprimiert werden. Die unterschiedlichen morphosyntaktischen Prozesse der Univerbierung werden unter synchroner, diachroner und sprachvergleichender Perspektive beleuchtet. Anschließend wird die Hypothese der Begriffskonsolidierung bei Univerbierung an einzelnen ausgewählten Beispielen der Typen Rektions-, Phrasenkompositum, Phrasenderivat und -konversion sowie Zusammenbildung auf der Grundlage einer Korpusstudie überprüft. Die Untersuchung stützt sich auf das Deutsche Referenzkorpus (DeReKo) sowie das Recherche- und Analyseprogramm Cosmas II. Das Ergebnis der Korpusrecherche bestätigt die Hypothese der Begriffskonsolidierung in den meisten untersuchten Fällen. In einigen Fällen lässt sich auch eine gegenläufige Entwicklung, die Begriffsdekonsolidierung, feststellen. Vor diesem Hintergrund werden dann die syntaktischen Möglichkeiten der inhaltlichen Komprimierung im Französischen betrachtet. Es zeigen sich wesentliche Unterschiede in dem Bereich der Wortbildung zwischen den beiden Sprachen.

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6 Korpusanalyse deutscherUniverbierungstypen: Eine diachrone und synchrone Analyse

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6 Korpusanalyse deutscher Univerbierungstypen: Eine diachrone und synchrone Analyse Bei der folgenden Korpusanalyse geht es darum, ausgewählte Beispiele von Univerbierungen im Gesamtarchiv von Cosmas II93 (s. unten) bzw. DeReKo94 (deutsches Referenzkorpus) einzugeben. Letztere wurde seit 2004 als offizielle Bezeichnung für das Cosmas II-Gesamtkorpusarchiv festgelegt. Für die jeweili- gen Beispiele stehen maximal drei unterschiedliche morphologische Formen für die Analyse in Cosmas II zur Verfügung, die nach Zerlegung bzw. Re- konstruierung gewonnen werden. Es handelt sich um den Gesamtbegriff (GeU), um die Syntagmen bzw. syn- taktische Fügung oder Konstruktion (SYNK) und um den Mittleren Grad (MiG). Anschließend wird die chronologische Abfolge der jeweiligen Formen in den generierten Cosmas II-Texten analysiert. Damit ist die Grundlage geschaffen, um beispielsweise klären zu können, ob der eingegebene Begriff bzw. die ein- gegebene Wortform mögliche morphosyntaktische, aber auch semantische Än- derungen gegenüber seiner jetzigen Form und Bedeutung bzw. Bedeutungen erfahren hat. Noch wichtiger wird untersucht, wie sich alle drei Formen zuei- nander chronologisch bzw. synchron verhalten. Hierbei besteht die Hoffnung, konkrete morphosyntaktische Merkmale herauszufinden, die einige Wortbil- dungsprodukte von ihrem ursprünglichen syntaktischen Status zum Wort haben werden lassen. Eine ausführliche Beschreibung der Suchformel und andere rele- vante Informationen rund um das Suchen im Cosmas II bzw. DeReKo-I werden in den nächsten Abschnitten der Arbeit gegeben. Bevor jedoch mit der Kor- pusanalyse begonnen wird, wird zunächst die Suchmaschine Cosmas II vom Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim im aktuellen Stand, wie...

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