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Die Stellung des Kindes in auf Einvernehmen zielenden gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren in Kindschaftssachen

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Natalie Ivanits

Kindschaftsverfahren, Einvernehmen, Mediation. Aber wo bleibt das Kind? Rechtfertigt eine Einigung der Eltern das Absehen von der Kindesanhörung? Kann ohne die persönliche Beteiligung des Kindes die Wahrung seiner Interessen sichergestellt werden? In dieser Arbeit werden zum einen die rechtlichen Anforderungen an die Kindesanhörung untersucht, zum anderen humanwissenschaftliche Erkenntnisse aus der Scheidungsforschung und der Entwicklungspsychologie ausgewertet. Sinn und Zweck der Kindesbeteiligung sowie die Möglichkeiten und Grenzen von Einvernehmen werden herausgearbeitet und schließlich Anforderungen an das Verfahren aufgestellt.

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Teil 9: Zusammenfassung

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Thema der vorliegenden Untersuchung ist, ob und inwieweit das Kind in auf Einvernehmen hinwirkenden gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren in Kindschaftssachen persönlich einbezogen werden sollte, oder ob es genügt, an die Eltern zu appellieren, im Interesse des Kindes zu handeln. Der Fokus liegt dabei auf Verfahren infolge der Trennung oder Scheidung der Eltern, wenn Re- gelungen über die elterliche Sorge und den Umgang getroffen werden. Nach der Klärung einiger für diese Untersuchung relevanten Begriffe in Teil 1 widmet sich Teil 2 dem ersten großen Aspekt der Untersuchung, und zwar welche Rechtsgrundlagen für die Anhörung und Beteiligung des Kindes bei sei- ne Person betreffenden Angelegenheiten bestehen. Es zeigte sich, dass Anhö- rungs- und Beteiligungsrechte des Kindes auf völkerrechtlicher wie nationaler Ebene sowohl im Gerichtsverfahren als auch im Verfahren beim Jugendamt und auch innerhalb der Familie bereits fest verankert sind. Art. 12 Abs. 1 UN-KRK verpflichtet die Vertragsstaaten, sicherzustellen, dass dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu- steht, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten zu äußern, und dass diese Meinung angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife berücksichtigt wird. Art. 12 Abs. 2 UN-KRK spezifiziert dieses Recht für Gerichts- und Verwaltungsverfahren. Auf europäischer Ebene sind die Anhö- rung des Kindes in Art. 3 EÜAK und die Pflicht des Staates zur Gewährung die- ses Rechts in Art. 6 b EÜAK verankert. Auf bundesrechtlicher Ebene...

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