Show Less

Aktuelle Themen und Theoriediskurse in der Sozialen Arbeit

Series:

Edited By Nina Oelkers and Martina Richter

Dieser Sammelband widmet sich der Analyse gegenwärtiger Transformationsprozesse Sozialer Arbeit aus unterschiedlichen theoretischen Blickwinkeln. In den Beiträgen wird sich mit ausgewählten neuen oder neu thematisierten Begriffen, Konzepten und Theorienentwürfen beschäftigt, die Aufschluss geben können über eine reformulierte Funktionsbestimmung Sozialer Arbeit. Diese wird im Kontext aktueller Debatten um einen «Aktivierenden Sozialstaat» kritisch reflektiert.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Soziale Kohäsion. Versuch einer sozialräumlichen Ausdeutung. Carsten Müller

Extract

Soziale Kohäsion. Versuch einer sozialräumlichen Ausdeutung Carsten Müller „Aristoteles hat der Stadt ein Maß vorgegeben, das durch Autarkie und bürgerschaft- liche Selbstregierung bestimmt war und dessen Zweck in der ‚eudaimonia’, im sitt- lich guten Leben bestand. Die Stadt musste sich selbst genug sein, das heißt über al- le wesentlichen Tätigkeitsbereiche und eine ausreichende Zahl von Bürgern verfü- gen, um sich behaupten zu können; aber sie dürfte nicht so groß sein, dass die Bür- ger einander nicht mehr kannten, denn sie sollten ihre Fähigkeiten zur Ausübung von Ämtern beurteilen können. Nicht die Ummauerung, sondern der innere Zusam- menhalt der Bürgerschaft macht das Wesen der Stadt aus.“ (Münkler 2010: 161) Das Eingangszitat aus dem aktuellen Buch „Mitte und Maß. Der Kampf um die richtige Ordnung“ des Berliner Politologen Herfried Münkler mag bezüglich des Themas Soziale Kohäsion etwas verwundern. Es wird dementsprechend die Aufgabe des vorliegenden Beitrages sein, aufzuzeigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt – dies ist die wörtliche Übertragung von Sozialer Kohäsion – und das im Zitat beschriebene bürgerschaftlich-städtische Leben zusammen hängen. Dabei wird sich, so hofft der Autor, Soziale Kohäsion inhaltlich ausdeu- ten und zwar in eine bestimmte Richtung: sozialräumlich. Diese Richtung wird bewusst eingeschlagen, denn das Thema der Sozialen Kohäsion ist in Deutschland noch relativ unbestimmt. Der Terminus dient ge- wissermaßen als Klammer für mehr oder weniger bekannte Diskurse, wie Soli- darität oder Integration...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.