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Quotale Gesellschafterhaftung

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Katharina Engels

Die Arbeit befasst sich mit der quotalen Haftung der Gesellschafter einer Publikumspersonengesellschaft, insbesondere einer Fonds-GbR. Im Fall einer betragsmäßigen Begrenzung der Haftung sind die Anleger besser gestellt als bei einer nur prozentualen Haftungsbeschränkung. Die Haftungsquoten sind stets an dem durch Tilgungsleistungen der Gesellschaft und Verwertungserlöse gesunkenen aktuellen Stand der Gesellschaftsverbindlichkeit zu bemessen. Die Gläubiger können wählen, ob sie als erstes Gesellschafter persönlich in Anspruch nehmen oder die Zwangsvollstreckung in das Fondsgrundstück betreiben. Befriedigt ein Gesellschafter den Gläubiger im Umfang seiner Haftungsquote an der aktuellen Verbindlichkeit, geht die Gläubigerforderung gemäß § 774 Abs. 1 S. 1 BGB analog in entsprechendem Umfang auf den Gesellschafter über. Da die quotal beschränkte Haftung der Anleger bewirkt, dass sie nur als Teilschuldner für die Gesellschaftsverbindlichkeiten haften, bestehen ähnlich wie bei der Partenreederei und der Wohnungseigentümergemeinschaft grundsätzlich keine Freistellungs- und Rückgriffsansprüche der Anleger untereinander.

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Inhalt

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Einleitung ......................................................................................................... 19 Kapitel 1 - Die Entwicklung in Lehre und Rechtsprechung zu den Fragen der Struktur und der Haftungsverfassung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts .... 29 A. Die verschiedenen Ansichten zur Struktur und Haftungsverfassung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ..................................................................... 30 I. Die Struktur der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ...................................... 30 1. Die individualistische Gesamthandslehre ................................................. 30 2. Die Gruppenlehre ..................................................................................... 32 II. Die Haftungsverfassung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ................... 34 1. Die Gesellschafterhaftung nach der individualistischen Gesamthands- lehre ............................................................................................................. 35 2. Die Doppelverpflichtungstheorie .............................................................. 35 3. Die Akzessorietätstheorie ......................................................................... 36 B. Die Rechtsprechung des BGH ....................................................................... 37 I. Die Rechtsprechung bis zum Jahr 1999 ....................................................... 38 II. Der Paradigmenwechsel ............................................................................. 41 C. Stellungnahme zur Struktur und Haftungsverfassung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts.. ....................................................................................... 44 Kapitel 2 - Die quotale Beschränkung der persönlichen Gesellschafter- haftung............................................................................................................. 47 10 A. Das Bedürfnis einer Beschränkung der persönlichen Haftung von Anlegern einer Fondsgesellschaft bürgerlichen Rechts .................................... 47 I. Die Problematik der Vielfalt der Erscheinungsformen der GbR ................... 47 II. Die Notwendigkeit einer Beschränkung der persönlichen Gesellschafterhaftung von Publikumspersonengesellschaftern ..................... 49 1. Die individualvertragliche Beschränkung der Gesellschafterhaftung ........ 49 2. Die Interessenlage in der Publikums-GbR ................................................. 51 a) Die Interessen der Anlagegesellschafter................................................... 52 aa) Zur Verfügung stehende Rechtsformen mit gesetzlicher Haftungsbeschränkung ................................................................................. 52 (1) Zumutbarkeit der Gründung einer GmbH ............................................... 52 (2) Zumutbarkeit der Gründung einer KG ..................................................... 55 (a) Der Geltungsbereich des Wahlrechts aus § 105 Abs. 2 S. 1 HGB ............. 55 (b) Erfordernis der Zulassung einer beschränkten Gesellschafterhaftung trotz des Bestehens einer Wahlmöglichkeit ................................................. 60 bb) Reine Kapitalbeteiligung ........................................................................ 63...

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