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Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Festgabe für Rudolf Suntrup-

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Edited By Volker Honemann and Nine Miedema

Die hier vorgelegte Festgabe für Rudolf Suntrup hat sein Forschungsgebiet, die Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, zum Thema. Die Spanne der Beiträge reicht von geistlichen Aspekten der Spruchdichtung und des Rechtsschrifttums im 12. und 13. Jahrhundert über die Legendendichtung und die Erzähl- und Traktatliteratur des 14. und 15. bis hin zu gedrucktem normativen Schrifttum, dem geistlichen Theater und der religiösen Lyrik des 17. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf bisher kaum erforschten Texten des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei werden, mit Beiträgen zu lateinischen, deutschen, niederländischen, schottischen und französischen Texten, die Grenzen des deutschen Sprachraums bewusst überschritten, um so der Übernationalität dieser Literatur Rechnung zu tragen.

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Der Dichter spricht Autorschaft im frühen Buchdruck und Sebastian Brants Verzeichnis der Errata im Druck der Varia carmina (GW 5068) - Nikolaus Henkel (Hamburg/Freiburg i.Br.)

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Der Dichter spricht Autorschaft im frühen Buchdruck und Sebastian Brants Verzeichnis der Errata im Druck der Varia carmina (GW 5068) Nikolaus Henkel (Hamburg/Freiburg i.Br.) Bei Texten, deren erstes Erscheinen im Medium des Buchdrucks erfolgt, ist die Urschrift, das Autograph des Autors, in der Regel verloren. Zwischen dem Au- tor und dem erhaltenen Text steht der Drucker als mehr oder weniger mecha- nisch wirkende Vermittlungsinstanz. Innerhalb dieser Konstellation steht die Editio princeps in der editorischen Wertschätzung gegenüber allen Änderungen und Korruptelen späterer Überlieferung gewissermaßen noch in jungfräulicher Reinheit und Unverfälschtheit da und wird in der Regel als der dem Autorwillen nächste Zeuge angesehen und demzufolge zur Grundlage einer neuzeitlichen Edition gewählt. Im Falle der Werke Sebastian Brants gilt das etwa für das Nar- renschiff, dessen neuzeitliche Ausgaben sämtlich der Erstausgabe Basel: Johann Bergmann von Olpe, vff die Vasenaht (11. Februar) 1494 folgen (GW 5041).1 Kleinere Unterschiede ergeben sich nur daraus, welches der erhaltenen Exemp- lare zugrunde gelegt wird. Gleichwohl werden seit der Ausgabe Friedrich Zarn- ckes2 in der Regel auch die Besserungen der zweiten Ausgabe, Basel: Johann Bergmann, vff die Vasenacht (3. März) 1495 (GW 5046) genau verzeichnet, und der Gesamtkatalog der Wiegendrucke listet anhand der erhaltenen Exemplare der ersten Ausgabe sorgfältig die Änderungen auf, die noch während des laufen- den Drucks in den stehenden Satz eingebracht wurden.3 Wo ist da der Wille des Autors erkennbar? Beim Narrenschiff dürfte es die zweite Basler Ausgabe von...

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