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Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit

Festgabe für Rudolf Suntrup-

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Edited By Volker Honemann and Nine Miedema

Die hier vorgelegte Festgabe für Rudolf Suntrup hat sein Forschungsgebiet, die Geistliche Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, zum Thema. Die Spanne der Beiträge reicht von geistlichen Aspekten der Spruchdichtung und des Rechtsschrifttums im 12. und 13. Jahrhundert über die Legendendichtung und die Erzähl- und Traktatliteratur des 14. und 15. bis hin zu gedrucktem normativen Schrifttum, dem geistlichen Theater und der religiösen Lyrik des 17. Jahrhunderts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf bisher kaum erforschten Texten des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei werden, mit Beiträgen zu lateinischen, deutschen, niederländischen, schottischen und französischen Texten, die Grenzen des deutschen Sprachraums bewusst überschritten, um so der Übernationalität dieser Literatur Rechnung zu tragen.

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Von römischen Ablässen, Einblattdrucken und Holzschnitten Die Bulle Inter curas multiplices zum Jubeljahr 1500 (GW 906) - Nine Miedema (Saarbrücken)

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Von römischen Ablässen, Einblattdrucken und Holzschnitten Die Bulle Inter curas multiplices zum Jubeljahr 1500 (GW 906) Nine Miedema (Saarbrücken) Das Jubeljahr 1500 gehört zu den wichtigsten Großereignissen des späten Mit- telalters bzw. der Frühen Neuzeit in Rom. Nachdem das sehr gut besuchte Jubel- jahr 1450 gezeichnet war von den tödlichen Unfällen beim Gedränge auf der Engelsbrücke1 und das Jahr 1475 den Quellen zufolge nur verhältnismäßig we- nige Pilger nach Rom zog,2 mag der Anspruch, das Jubeljahr 1500 erfolgreich und reibungslos verlaufen zu lassen, besonders hoch gewesen sein. Darüber hin- aus darf Papst Alexander VI., in dessen Regierungszeit das Jubeljahr 1500 fiel, ein gesteigertes Interesse daran zugeschrieben werden, seine angespannte Fi- nanzlage durch die Pilger, die die Ewige Stadt besuchten, zu verbessern. Papst Alexander VI., Rodrigo Borgia, genießt in der Forschungsliteratur ins- besondere aufgrund seines rücksichtslos betriebenen Nepotismus (v.a. zugunsten seiner eigenen unehelichen Kinder) kein sehr hohes Ansehen.3 Ferdinand Gre- 1 H. Ch. Lea, A history of auricular confession and indulgences in the Latin church, 3 Bde., Philadelphia 1896, Nachdruck London 2005, hier Bd. 3, S. 209f. Immer noch le- senswert, wenn auch stark von den persönlichen Werturteilen des Autors gefärbt, ist au- ßerdem F. Gregorovius, Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter vom V. bis zum XVI. Jahrhundert, Stuttgart 1859-1872, hier zitiert in der überarbeiteten Ausgabe in sieben Bänden, hg. von W. Kampf, München 1978 u.ö., Bd. 3.1, S. 54...

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