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Weißbuch zur strategischen Neuausrichtung des Österreichischen Bundesheeres- oder: New Military Governance 2015

Alfred Kyrer and Michael Alexander Populorum

Wie kann man eine Organisation wie das Österreichische Bundesheer umbauen, neu denken, ohne dass man das Kind mit dem Bad ausschüttet? Wie kann die Performance gesteigert und das ÖBH zu einem Vorzeige-Modell im In- und Ausland entwickelt werden? Wo muss endlich wieder investiert werden? Vorgestellt werden eine handlungsorientierte Governance-Plattform als kybernetisches Werkzeug zur Reorganisation und Steuerung komplexer Organisationen, ein Governance-Rad und dessen zwölf Werttreiber zur Überprüfung von Investitionsentscheidungen, acht neue Berufsfelder als New Business sowie als Entscheidungshilfe für die Politik, 25 optionale Reformansätze und ein Masterplan mit dem Zeithorizont 2015 als Garant für den Umsetzungserfolg. Denn internationale Erfahrungen haben gezeigt: Politiker kommen und gehen, Masterpläne bleiben!

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5 Schritte auf dem Weg zu einem Masterplan für das ÖBH – Zeithorizont 2015

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5.1 Ausgangslage 2013 Johann Nestroy, der die österreichische Seele ja sehr genau kannte, hat einmal treffend bemerkt: „Solang’ nix passiert, g’schicht nix!“. Doch in den letzten Jahrzehnten ist beim ÖBH „nichts geschehen obwohl viel passiert ist“:  Ressourcenmangel: Der extreme Sparkurs, so wie er im Finanzrahmen bis 2017 festgelegt ist, führt dazu, dass Panzer eingemottet wurden um Spritkos- ten zu sparen. Weiters dürfen Heeresfahrzeuge nur eine bestimmte Anzahl an Kilometer fahren und elektronische Zugangssysteme wurden immer noch nicht eingeführt  Veraltetes Beamtendienstrecht: Das Durchschnittsalter beim Heer liegt bei 45 Jahren und tausende Beamte gehen bei vollen Bezügen spazieren, nachdem ihr Arbeitsplatz eingespart wurde sie aber unkündbar sind  Veraltete Ausrüstung: Um nur zwei Beispiele hier zu nennen: Die derzeitigen Trainingsmaschinen für den Flugbetrieb (Saab 105) sind mit 40 Jahren am Ende der Lebenszeit angelangt. Die Funkeinrichtungen sind auch museums- reif.  Sicherheitsstrategie: Die Politik hat sich bis vor kurzem geweigert, dem Bun- desheer klare Aufträge zu erteilen. Eine neue Sicherheitsstrategie ist zwar vorhanden, wurde aber immer noch nicht im Parlament verabschiedet.  Stimmungslage im ÖBH: Aus keinem Ressort dringen so viele Interna nach aussen wie aus dem Verteidigungsministerium. Die Stimmung im Heer ist miserabel, die meisten Bediensteten aller Hierarchien sind frustriert und füh- len sich von der Ressortspitze im Stich gelassen.  Die Kader- und Truppenübungen wurden (rechtswidrig) vom ehemaligen BM Günther Platter ausgesetzt – in Kombination mit der ohnehin nur mehr 6 Mo- nate betragenden Ausbildungszeit hat das fatale Auswirkungen auf die Quali- tät...

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