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Weißbuch zur strategischen Neuausrichtung des Österreichischen Bundesheeres- oder: New Military Governance 2015

Alfred Kyrer and Michael Alexander Populorum

Wie kann man eine Organisation wie das Österreichische Bundesheer umbauen, neu denken, ohne dass man das Kind mit dem Bad ausschüttet? Wie kann die Performance gesteigert und das ÖBH zu einem Vorzeige-Modell im In- und Ausland entwickelt werden? Wo muss endlich wieder investiert werden? Vorgestellt werden eine handlungsorientierte Governance-Plattform als kybernetisches Werkzeug zur Reorganisation und Steuerung komplexer Organisationen, ein Governance-Rad und dessen zwölf Werttreiber zur Überprüfung von Investitionsentscheidungen, acht neue Berufsfelder als New Business sowie als Entscheidungshilfe für die Politik, 25 optionale Reformansätze und ein Masterplan mit dem Zeithorizont 2015 als Garant für den Umsetzungserfolg. Denn internationale Erfahrungen haben gezeigt: Politiker kommen und gehen, Masterpläne bleiben!

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8 Nachwort

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Es ist beschämend, in welchen Zustand die Politik das Österreichische Bundesheer gebracht hat. Das ÖBH gleicht einem Potemkinschen Dorf, bei sorgfältigem Ab- wägen aller Fakten erscheint es mehr als zweifelhaft, dass das ÖBH aktuell und auch in den nächsten Jahren seinen verfassungsmässigen Auftrag117 erfüllen kann. Eigentlich kann man den neuen Verteidigungsminister nur bedauern. Denn sein Vorgänger hat zwar bei der Amtsübergabe erklärt, das ÖBH sei bestens auf- gestellt – in Wirklichkeit hat Darabos ihm nur „verbrannte Erde“ hinterlassen! Ein italienisches Sprichwort sagt: „Fra il dire ed il fare c'è di mezzo il mare“ – Zwischen dem Reden und dem Tun liegt das Meer! Über Entbürokratisierung und Verwaltungsreform ist beim ÖBH schon sehr viel geredet worden, die kon- kreten Strukturen haben sich jedoch nur unwesentlich geändert. Politikwissen- schaftler nennen das vornehm „optische Politik“. Optische Politik beschränkt sich auf Ankündigungen. Die gegenwärtige Situation schreit nach konsequenten Strukturreformen. Aber: Unpopuläre Maßnahmen lassen sich auch beim Bundesheer schwer durch- setzen. Besitzstandswahrer legen sich vehement quer. Die zunehmende Komple- xität der Probleme erschwert zusätzlich eine rasche strategische Neuausrichtung. Im „Wehrpolitischen Positionspapier“ der Österreichischen Offiziersgesell- schaft heißt es: „Die Forderungen nach einem Berufs- oder Freiwilligenheer sind angesichts der neuen Bedrohungslage geradezu anachronistisch …. Die Organi- sation militärischer Kräfte nach dem Prinzip der Miliz ist nicht nur gesellschaftspo- litisch, sondern außerhalb diverser Militärbündnisse besonders wegen der Perso- nalkosten weltweit die am meisten bevorzugte Variante“118. Blickt...

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