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Medien, Macht und Metropolen

Politische Kommunikation in der Großstadt

Edited By Marco Althaus, Gerhard Göhler and Cornelia Schmalz-Jacobsen

Kiez- und Kommunalpolitik im Kleinen, hohe Symbolwirkung und nationale Schrittmacherfunktion andererseits: Zwischen diesen Polen kämpfen Politiker der Großstädte um Mehrheiten und Aufmerksamkeit. Die vom OSI-Club organisierte Ringvorlesung «Medien, Macht und Metropolen» widmete sich der Idee der Metropole, ihren Bedingungen von Öffentlichkeit und politischer Kommunikation. Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und Politikberater diskutieren: Was macht eine Metropole zum Knotenpunkt der Kommunikation? Welche Themen bewegen die Großstädter in Deutschland, Europa und weltweit? Was macht eine Großstadtpartei aus, mit welchen Strategien wird Großstadtwahlkampf geführt? Welchen Einfluss haben Bürgerinitiativen und Bürgerbeteiligung? Wie berichten Lokaljournalisten und Auslandskorrespondenten aus und über Groß- und Hauptstädte?

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Labore der Moderne – Schaltstellen der Globalisierung: Was Metropolen ausmacht

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HARALD A. MIEG1 as sind Metropolen? Metropolen sind Referenzorte. Diese Definition werde ich im Weiteren erläutern und ergänzen. Metropolen sind außerdem Labore der Moderne. Das macht sie auch aus. Ein Teil ihrer Macht besteht zudem darin, dass manche der Metropolen – nicht alle – Schaltstellen der Globalisierung sind. Was Globalisierung bedeutet, werde ich auch ausführen. Die „Mutterstadt“ als Referenzort Beginnen wir mit Metropolen als Referenzorten. Kurz zur Etymologie: Viele setzen bei Metropolen das „metro“ mit global oder international gleich – das trifft es aber nicht ganz. Metro kommt von griechisch „meter“, auf Deutsch: Mutter. „Polis“ heißt Stadt, also heißt Metropole: Mutterstadt. Der Begriff bezieht sich auf den Ausgangspunkt der Kolonisierung, nämlich auf die Phase der griechischen Kolonien im 5. bis 3. Jahrhundert vor Chris- tus. Das New York der Antike war Syrakus auf Sizilien. Syrakus war eine Ha- fenstadt, die von korinthischen Siedlern gegründet wurde. Korinth war also die Mutterstadt. Viele Metropolen sind auch Hafenstädte. Syrakus war sehr multikulturell und hatte sehr viel Einfluss in der damaligen Zeit. Die Stadt galt sehr schick und hatte viele Einwohner, nämlich über 100.000. Syrakus hat selbst wieder andere Kolonien gegründet, so wie es auch bei vielen anderen historischen Metropolen geschehen ist. 1 Prof. Dr. Harald A. Mieg ist Geschäftsführender Direktor des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung der Humboldt Universität zu Berlin, einer Plattform, die 16 Fachdis- ziplinen vereinigt. Nach dem Studium der Psychologie, Philosophie und Mathematik in München, Paris, Wien und Mannheim...

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