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Archetypen, Artefakte

Komparatistische Beiträge zur kulturellen und literarischen Repräsentation von Tieren

Edited By Alena Diedrich, Julia Hoffmann and Niels Penke

Wie werden Tiere in der Literatur dargestellt? Welche spezifischen Funktionen übernehmen sie in verschiedenen kulturellen Traditionen? Wie differieren ihre Darstellungen in unterschiedlichen Medien? Am Beispiel prominenter Tierfiguren sowie an bis dato eher unberücksichtigten Tiergattungen werden kultur- und literaturhistorische Prozesse untersucht und auf ihre Mechanismen befragt. Dabei wird besonders auch ein Blick auf die historische Entwicklung bestimmter Tiere und ihre spezifischen literarischen Repräsentationen geworfen. Der komparatistische Band sondiert zum einen Fragestellungen aus dem Bereich der Cultural and Literary Animal Studies und beleuchtet darüber hinaus einzelne Stationen der Forschung am Beispiel unterschiedlicher Textgattungen – von der Naturkunde bis zum Manga, von der populären Kinder- und Jugendliteratur bis hin zu kanonischen Texten der Weltliteratur.

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Füchse in der japanischen Folklore Vom Mythos zum Manga: Kristin Eckstein

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Füchse in der japanischen Folklore Vom Mythos zum Manga Kristin Eckstein Einleitung What produced Reynard in the Occident, and Kitsuné in Japan? The fox, in each case, seems to reflect the national character. The former […] is fundamentally intel- lectual; while the latter is inclined to be romantic.1 Die japanische Folklore, ihre Mythen und Fabeln, Gottheiten und übernatürli- chen Wesen sind geprägt von den beiden vorherrschenden Religionen des Lan- des – dem Shintoismus und dem Buddhismus. In beiden Religionen spielen neben den zahlreichen Göttern und Geistern gerade die Bewohner der Tierwelt eine wichtige Rolle. So sei als Beispiel nur die bakeneko (zu Deutsch „Monster- katze“) genannt, deren Relevanz bis in die Gegenwart andauert und sich in Sou- venirshops in Form der manekineko – die bekannten Winkekatzen, die Glück, Geld oder Gesundheit ermöglichen und das Unglück fernhalten sollen – nieder- schlägt. Ein weiteres Beispiel ist der tanuki, ein japanischer Marderhund, der gemäß der japanischen Mythologie besonders talentiert in der Gestaltwandlung und mit überdimensional riesigen Hoden ausgestattet ist, die er bei Wut als Waf- fe einsetzen kann. Den literarischen Animal Studies bietet die japanischen Kul- tur somit ein breites Feld an (tierischen) Motiven für eine Betrachtung historischer Entwicklungen und potentieller Bedeutungswandel von der traditio- nellen Folklore bis hin zu modernen literarischen Adaptionen und Interpretatio- nen. Die eingehende Betrachtung der japanischen Folklore und ihrer zahlreichen animalischen Wesen verdeutlicht recht schnell die hohe Bedeutung, die gerade dem Fuchs – auf Japanisch kitsune 2 – inhärent ist und ihn zu einem...

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