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Begriffswandel als Sprachhandlung

Der Beitrag Quentin Skinners zur Methodologie und Funktionsbestimmung der pädagogischen Geschichtsschreibung

Markus Erben

Einen Verständigungszusammenhang anzubahnen zwischen (traditioneller) pädagogischer und (moderner) erziehungswissenschaftlicher Historiographie ist Ziel der Studie. Sie rezipiert hierfür den führenden Vertreter der Cambridge School der politischen Ideengeschichte: Quentin Skinner. Statt mit ihm die fragwürdige Dichotomie Traditionspflege / Forschung zu zementieren, fragt die Arbeit nach seinem grundlegenden Beitrag für die Methodologie und Funktionsbestimmung der Historischen Pädagogik. Ein besonderes Augenmerk gilt der sprachlichen und praktischen Kontextualisierung vergangener Autorenintentionen sowie der Historie als ideologiekritischer Bildung. Damit wird seine Methodologie erstmals einer eingehenden Auseinandersetzung unterworfen und im Schnittfeld von Pädagogik, Geschichte und Politik verortet.

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2. Fragestellung

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Es ist hier weder das Ziel, die eben aufgezeigten Abgrenzungsbemühungen zu be- kräftigen oder gar fortzuschreiben, noch eine Vermittlung oder Synthese anzustre- ben. Stattdessen geht es in vorliegender Arbeit um die Anbahnung eines Verständi- gungszusammenhangs. Sie geht einen Schritt zurück und grundsätzlich der Frage nach, welchen Beitrag der britische Historiker, Methodologe und Politiktheoretiker QUENTIN SKINNER mit seinen methodologischen und funktionstheoretischen Über- legungen zur politischen Ideengeschichte für die Methodologie und Funktionsbe- stimmung der pädagogischen Geschichtsschreibung leisten kann. Sie fragt genauer – mittels eines analytischen Rasters – nach deren konstitutiven Möglichkeiten der (1) Unterstützung, (2) Ergänzung, (3) Erweiterung und (4) Kritik für die pädagogi- sche Geschichtsschreibung. Denn auf diese Weise können (1) Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen scheinbar gegensätzlichen me- thodologischen und funktionsbestimmenden Prämissen und Theoremen aufge- deckt werden (2) die methodologischen und funktionsbestimmenden Ansätze der pädagogischen Geschichtsschreibung durch Skinner fruchtbar komplementiert und (3) die Methodologie der pädagogischen Geschichtsschreibung zu erweiterten Er- klärungsmodellen historischer Wirklichkeit ausgebaut sowie (4) die methodologischen und funktionsbestimmenden Prämissen und Theoreme der pädagogischen Geschichtsschreibung durch die von Skinner entwickelten Kriterien der „Mythen“-Kritik analysiert werden Die ein Gespräch simulierende Frage nach dem Beitrag SKINNERs dient schluss- endlich dem Interesse an zuvörderst metatheoretischen Weiterentwicklungspoten- zialen der pädagogischen Geschichtsschreibung, insbesondere ihrer Methodologie. Ein Potenzial, das erkannt und in abschließenden Thesen zusammengefasst werden soll. Um diesen Beitrag hinreichend beschreiben, analysieren und pointiert formu- lieren zu können, ist es...

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