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Sprache und Musik

Hommage an Georg Heike

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Edited By Ulrike Groß and Michael Thiergart

Diese Festschrift ist als Hommage an Georg Heike von zweien seiner Schüler entstanden. Im Zentrum von Heikes Schaffen standen Wissenschaft und Kunst, Sprache und Musik: Georg Heike hat Schallforschung immer fachübergreifend gesehen und betrieben. Während er das Institut für Phonetik der Universität zu Köln leitete, standen die Türen Wissenschaftlern und Künstlern gleichermaßen offen. Diese Offenheit soll dieser Band widerspiegeln, in dem Kompositionen und wissenschaftliche Texte nebeneinander stehen.

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Hans G. Tillmann Von der kleinen zur großen Phonetik: Wie es an der Universität Bonn in der Mitte des letzten Jahrhunderts zu einem Paradigmenwechsel in der phonetischen Sprachforschung kam

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1 Von der kleinen zur großen Phonetik: Wie es an der Universi- tät Bonn in der Mitte des letzten Jahrhunderts zu einem Pa- radigmenwechsel in der phonetischen Sprachforschung kam Hans G. Tillmann, München Übersicht: Diese für Georg Heike geschriebene dreisätzige Komposition be- steht aus den folgenden fünf Teilen: Introduktion mit der Exposition des Hauptthemas Erster Satz: Rückblick auf paradoxe Entwicklungen in den klassischen Sprachlaut- theorien (von Brücke und Bell bis Trubetzkoy und Menzerath) Zweiter Satz: Die kommunikationstheoretische Wende (Paul Menzerath und Werner Meyer-Eppler) Dritter Satz: Die Fortsetzung der anwendungsorientierten Grundlagenforschung am Beispiel des ersten Bonner DAWID-Projekts (mit Georg Heike, Hel- mut Schnelle und Gerold Ungeheuer) Finale: Rückblick auf eine erstaunliche Verkettung von persönlichen Glücks- fällen mit Danksagungen an den Verursacher Introduktion In einem Beitrag zur Kohlerfestschrift habe ich zwischen zwei sehr verschiede- nen Formen von phonetischer Sprachforschung unterschieden und diese im Titel „Kleine Phonetik und Große Phonetik“ genannt (Phonetica 1995; 52: 144–159). Als Hauptunterscheidungsmerkmal wurde die Tatsache angeführt, dass sich die klassische Phonetik – als die Wissenschaft von den Sprachlauten – immer als Teil einer weitaus umfassenderen Sprachwissenschaft verstehen musste, wäh- rend für die moderne Phonetik nach der Bonner Wende, durch die ja das tatsäch- liche Funktionieren von Sprechakten im lautsprachlichen Kommunikationspro- 2 zess zum Gegenstand der Forschung gemacht wurde, die moderne Linguistik ein zwar absolut notwendiger, aber doch nur noch relativ kleiner Teil dieser Großen Phonetik ist. Der linguistische Teil wird gewisserma...

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