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Sprache und Musik

Hommage an Georg Heike

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Edited By Ulrike Groß and Michael Thiergart

Diese Festschrift ist als Hommage an Georg Heike von zweien seiner Schüler entstanden. Im Zentrum von Heikes Schaffen standen Wissenschaft und Kunst, Sprache und Musik: Georg Heike hat Schallforschung immer fachübergreifend gesehen und betrieben. Während er das Institut für Phonetik der Universität zu Köln leitete, standen die Türen Wissenschaftlern und Künstlern gleichermaßen offen. Diese Offenheit soll dieser Band widerspiegeln, in dem Kompositionen und wissenschaftliche Texte nebeneinander stehen.

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Reinhold Greisbach: Geostatische Verfahren in der Phonetik

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105 Geostatische Verfahren in der Phonetik Reinhold Greisbach, Köln 1 Klassische geostatische Methoden in der Phonetik Als Georg Heike zu Beginn des Sommersemesters 1969 den Lehrstuhl für Pho- netik an der Universität zu Köln übernahm, führte er zunächst die Forschungen im Bereich der Dialektologie fort, die er in seiner Marburger Zeit am Deutschen Sprachatlas begonnen hatte. Weithin bekannt sind dabei seine Arbeiten zur Stadt- und Landkölner Mundart (Heike 1964, 1970). Weniger bekannt ist eine Arbeit, die er in jener Zeit zusammen mit Frank Schindler zur Dialektgeographie durchführte (Heike / Schindler 1970). In dieser Arbeit untersucht er die Analyse- und Präsentationsmöglichkeiten für akustisch-phonetische Messdaten von Dia- lektaufnahmen und deren Zusammenhang mit ihren auditiven Korrelaten. Die Untersuchungen fokussierten die dialektalen Realisationen des Wortes „hin“ im (Deutsch-)Schlesischen auf der Basis von Sprachaufnahmen von Vertriebe- nen, die im Nachkriegsdeutschland vom damaligen Deutschen Spracharchiv ge- sammelt, zum Teil transkribiert und im Schlesischen Sprachatlas (Bellmann 1967) publiziert wurden. Der Schlesische Sprachatlas weist für dieses Wort u.a. die Realisationen [h In allen Fällen handelt es sich also um einen nicht-hinteren Vokal, der im Sil- benkern steht. Bei der klassischen dialektologischen Präsentation dieser auditiven Daten, wer- den die Transkriptionen - in der Regel durch unterschiedliche Symbole kodiert - auf einer Landkarte an den jeweiligen Herkunftsorten der Sprecher platziert. Ei- nes der Untersuchungsziele von Heike und Schindler war nun die Frage, wie man die entsprechenden akustischen Daten geographisch optimal präsentieren kann. 106 Ein...

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