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Sprache und Musik

Hommage an Georg Heike

Series:

Ulrike Groß and Michael Thiergart

Diese Festschrift ist als Hommage an Georg Heike von zweien seiner Schüler entstanden. Im Zentrum von Heikes Schaffen standen Wissenschaft und Kunst, Sprache und Musik: Georg Heike hat Schallforschung immer fachübergreifend gesehen und betrieben. Während er das Institut für Phonetik der Universität zu Köln leitete, standen die Türen Wissenschaftlern und Künstlern gleichermaßen offen. Diese Offenheit soll dieser Band widerspiegeln, in dem Kompositionen und wissenschaftliche Texte nebeneinander stehen.

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Ursula Hirschfeld und Eberhard Stock: Zur Wahrnehmung von Musik und gesprochener Sprache: Gemeinsamkeiten, Besonderheiten, Probleme

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159 Zur Wahrnehmung von Musik und gesprochener Sprache: Gemeinsamkeiten, Besonderheiten, Probleme Ursula Hirschfeld und Eberhard Stock, Halle 1 Einführung Mit den folgenden Darlegungen wollen wir unserem Freund und Kollegen Georg Heike zum 80. Geburtstag gratulieren, ihm auch auf diesem Wege für die vielfältigen Anregungen danken und auch dafür, dass er uns 1989/90 nach dem Umbruch in der DDR geholfen hat, die in Halle seit langem laufenden Untersuchungen zur Standardaussprache des Deutschen weiterzuführen. Seine Bereitschaft, mit uns in diesem Projekt zu kooperieren, sicherte uns die großzügige finanzielle Unterstützung der Volkswagenstiftung. Wir konnten innerhalb kürzester Zeit die technische Ausstattung unseres Instituts erneuern und trotz mehrfacher Umstrukturierung und schmerzhaften Personalabbaus solide Grundlagen für die notwendige Neukodifizierung der Aussprache schaffen. Als Ergebnis liegt seit 2009 die Publikation „Deutsches Aussprachewörterbuch“ (Krech u.a.) vor. Bei der Wahl des Themas für diesen Beitrag, der Georg Heikes Interesse für Musik, Musizieren und Komposition aufgreift, erinnerten wir uns an seine frühen Versuche, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Musik und Sprache darzustellen. Dazu schreibt Elena Ungeheuer (1995, 357 f.), dass er, Georg Heike, in den 1960er-Jahren von der Dimension der Wahrnehmbarkeit und der Verstehbarkeit von Sprache und Musik ausgeht: Musik und Sprache haben Grundsätzliches gemeinsam, sie organisieren Schallvorgänge, sie sind damit soziokulturell bestimmte Systeme mit teils willkürlichen, sich wiederholenden und strukturierten Schallvorgängen. Ungeheuer bezeichnet die Bestimmung der hinter der Organisation dieser Schallvorgänge stehenden soziokulturellen Bezugssysteme als bedeutsam, weil hieraus der wesentliche Unterschied...

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