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Aspekte des Imperialismus in der Außenpolitik der 18. Dynastie

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Christian Langer

Der Zeitraum der Untersuchung umfasst mit der 18. Dynastie den Beginn des altägyptischen Neuen Reiches. Behandelt wird die Frage, inwieweit wir das außenpolitische Handeln des altägyptischen Staates während des fraglichen Zeitraums als imperialistisch bezeichnen können. Unter Zuhilfenahme von Erkenntnissen aus Geschichts- und Politikwissenschaft entsteht in diesem Buch eine theoretische Grundlage, vor deren Hintergrund das Quellenmaterial analysiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass das Alte Ägypten im Verlauf der 18. Dynastie seine Nachbarn in Nubien und Vorderasien umfassend beeinflusste, um seine politischen Ziele zu erreichen. Beispiele sind etwa militärische Mittel wie Krieg und politische Mittel in Form des Einsetzens von Vasallen.

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4 Militärische Einflussnahme

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Am Beginn der zu untersuchenden Einzelaspekte soll die militärische Ein- flussnahme stehen, wobei zunächst der Begriff an sich zu klären gilt. Dazu fällt zuerst einmal das offensichtlichste ein: Krieg. Was dagegen nicht offensicht- lich ist, ist die Antwort auf die Frage, was Krieg überhaupt ist. In der jüngsten Vergangenheit war zu beobachten, dass sich führende Politiker der Bundesre- publik Deutschland (BRD) im Hinblick auf die Diskussion um das Mandat der BRD in Afghanistan und dem daraus resultierenden Konflikt mit ortsansässi- gen Guerilla-Gruppierungen auf den clausewitzschen Idealtypus des Krieges aus dem Jahre 1832 bezogen76. Gemäß diesem Idealtypus ist ein Krieg eine zwischen zwei Staaten geführte Auseinandersetzung77. Die juristische Defini- tion des Völkerrechts leitet sich von dieser Vorstellung ab78. Demnach wäre der Konflikt in Afghanistan kein Krieg mit Beteiligung der Bundeswehr sondern lediglich eine „humanitäre Intervention“79, da die so genannten „Aufständi- schen“ keine Staatsgewalt besitzen. Diese liegt nämlich in Händen der Inter- national Security Assistance Force (ISAF) und der afghanischen Interimsregie- rung unter Präsident Hamid Karzai. C. VON CLAUSEWITZ war sich allerdings im Klaren darüber, das seine Ausführungen bezüglich seines „absoluten Krieges“ lediglich theoretischen Wert hatten, da ein Krieg als „wirklicher Krieg“ in der Praxis gänzlich andere Züge trage80, was sich in der Retrospektive nicht nur auf die Kriegsführung des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts beziehen lässt. Dies liegt allein deshalb auf der Hand, weil Kriege...

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