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Aspekte des Imperialismus in der Außenpolitik der 18. Dynastie

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Christian Langer

Der Zeitraum der Untersuchung umfasst mit der 18. Dynastie den Beginn des altägyptischen Neuen Reiches. Behandelt wird die Frage, inwieweit wir das außenpolitische Handeln des altägyptischen Staates während des fraglichen Zeitraums als imperialistisch bezeichnen können. Unter Zuhilfenahme von Erkenntnissen aus Geschichts- und Politikwissenschaft entsteht in diesem Buch eine theoretische Grundlage, vor deren Hintergrund das Quellenmaterial analysiert wird. Die Ergebnisse zeigen, dass das Alte Ägypten im Verlauf der 18. Dynastie seine Nachbarn in Nubien und Vorderasien umfassend beeinflusste, um seine politischen Ziele zu erreichen. Beispiele sind etwa militärische Mittel wie Krieg und politische Mittel in Form des Einsetzens von Vasallen.

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8 Das außenpolitische Profil der 18.Dynastie

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8 Das außenpolitische Profil der 18. Dynastie Die frühe 18. Dynastie war, aufbauend auf die ausgehende Zweite Zwischen- zeit, von der Konsolidierung des neuerlich vereinigten ägyptischen Staates geprägt. Die Vertreibung der Hyksos aus dem ägyptischen Kernland und ihre Vernichtung in der südpalästinensischen Festung Scharuhen durch die ägypti- sche Armee unter Ahmose waren dabei entscheidend für die Absicherung nach Vorderasien. Durch die Übernahme dieser Festung und möglicher weite- rer Festungen in diesem Gebiet war es Ägypten überdies möglich, nötigenfalls militärisch in der Levante zu intervenieren. Die Lösung der Sicherheitsproble- me im Norden ermöglichte die Konzentration auf Nubien an der ägyptischen Südgrenze. Mit der Rückeroberung und Instandsetzung des Festungssystems aus dem Mittleren Reich zwischen dem ersten und zweiten Nilkatarakt wurde in Unternubien eine Basis für militärische Unternehmungen ins Kerngebiet des Königreiches von Kerma geschaffen. So gelang es Thutmosis I., das König- reich Kerma in einem Vernichtungskrieg zu zerschlagen. In der Folge konnte Ägypten Nubien aufgrund des durch die Zerstörung des souveränen nubi- schen Staates entstandenen Machtvakuums bis zum fünften Katarakt beset- zen. Die Okkupation Nubiens ging mit der Etablierung eines kolonialistischen Herrschaftsverhältnisses zwischen der ägyptischen Minderheit und der nubi- schen Majorität einher, das unter anderem durch neu angelegte Festungen und Siedlungen gewährleistet werden sollte. Dieses kolonialistische Verhältnis war nicht nur auf die Kontrolle Nubiens und damit der Südgrenze des ägypti- schen Kernlandes ausgelegt, sondern auch zur...

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