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Schulische Kinderrechtsbildung in Deutschland

Eine Untersuchung zur Umsetzung des Art. 42 KRK im deutschen Schulwesen

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Torsten Krause

Krause prüft, inwieweit es gelingt, in der Schule einen angemessenen Rahmen für die Vermittlung von Kinderrechten zu etablieren. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne der Bundesländer sowie die verfügbaren Fort- und Weiterbildungsangebote auf Landesebene untersucht. Die Auswertung ergänzt er durch qualitative ExpertInnen-Interviews, die auch für sich gelesen schon wertvolle Schlüsse zulassen. Erfreuliches Fazit der Untersuchung ist das uneingeschränkte Ja zu Kinderrechten, das sich bei allen Interviews und mit Ausnahmen auch in den Rahmenlehrplänen finden lässt. Insgesamt jedoch kommt Krause zu einer kritischen Einschätzung der Kompetenzen und Möglichkeiten der LehrerInnen, sich durch Fort- und Weiterbildung zu Agentinnen und Agenten der Kinderrechte zu entwickeln.

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4 Kinderrechte in den Lehrplänen der deutschen Bundesländer

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Der Ausschuss für die Rechte der Kinder weist in seinem General Comment No. 5 ausdrücklich darauf hin, dass Kinder die Möglichkeit erhalten müssen, ihre Rechte kennenzulernen. Er empfiehlt daher, die Konvention über die Rechte des Kindes sowie die Menschenrechte als Gegenstand des schulischen Unterrichts in den Lehrplänen zu verankern. Die Mitglieder des Ausschusses stützen sich dabei auf Artikel 29 Absatz 1 der Kinderrechtskonvention, wonach „dem Kind Ach- tung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätzen zu vermitteln“ sei.51 Dementspre- chend hat die Kultusministerkonferenz auf ihrer Beratung am 3. März 2006 be- schlossen, „dass die Vermittlung von unveräußerlichen Rechten und essentiellen Werten wie Menschenwürde, Toleranz, Freiheit, Selbstbestimmung und Schutz vor Gewalt nach den schulrechtlichen Regelungen der Länder sowohl allgemei- ne Aufgabe von Schule und Unterricht als auch spezifische Aufgabe der dafür relevanten Fächer ist“.52 Damit verbindet sich zwar keine explizite Vereinbarung zur Verankerung der Kinderrechte in den Rahmenlehrplänen der Bundesländer, aber implizit ist dieser Forderung Rechnung getragen. Unterstützt wird dies durch den ebenfalls getroffenen Beschluss Schulen, darüber zu informieren, dass „Kompass – ein Handbuch zur Menschenrechtsbildung für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit“ als Material zur Umsetzung der Menschen- rechts- und Kinderrechtsbildung im Unterricht zur Verfügung gestellt werden kann.53 Gleichzeitig ist aber auch angeraten, darauf hinzuweisen, dass allein die Verankerung des Themas Kinderrechte in den Rahmenlehrplänen keine Aussage darüber trifft, in...

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