Show Less

Schulische Kinderrechtsbildung in Deutschland

Eine Untersuchung zur Umsetzung des Art. 42 KRK im deutschen Schulwesen

Series:

Torsten Krause

Krause prüft, inwieweit es gelingt, in der Schule einen angemessenen Rahmen für die Vermittlung von Kinderrechten zu etablieren. Dazu wurden die Rahmenlehrpläne der Bundesländer sowie die verfügbaren Fort- und Weiterbildungsangebote auf Landesebene untersucht. Die Auswertung ergänzt er durch qualitative ExpertInnen-Interviews, die auch für sich gelesen schon wertvolle Schlüsse zulassen. Erfreuliches Fazit der Untersuchung ist das uneingeschränkte Ja zu Kinderrechten, das sich bei allen Interviews und mit Ausnahmen auch in den Rahmenlehrplänen finden lässt. Insgesamt jedoch kommt Krause zu einer kritischen Einschätzung der Kompetenzen und Möglichkeiten der LehrerInnen, sich durch Fort- und Weiterbildung zu Agentinnen und Agenten der Kinderrechte zu entwickeln.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Auszüge aus dem Interview mit Burkhard Jungkamp, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Extract

[…] � Krause: Zunächst würde ich ganz kurz fragen, ich habe mich informiert, wie Kinderrechte in den Lehrplänen der deutschen Bundesländer verankert sind. In Brandenburg ist es in einem gemeinsamen Rahmenlehrplan mit Berlin und Mecklenburg-Vorpommern, hier für die Grundschulen geschehen. � Jungkamp: Richtig, ja. � Krause: Können Sie vielleicht kurz darüber erzählen, welche Debatten dem vor- aus gegangen sind? Also aus welchen Gründen haben Sie Kinderrechte im Rahmenlehrplan verankert? Warum in der Grundschule? Warum so, wie es dort geschehen ist? � Jungkamp: Ja. Also wir waren der Auffassung, dass schon in der Grundschule Kinder vorbereitet werden müssen auf die Grundwerte des demokratischen Zu- sammenlebens. Die Unantastbarkeit der Würde des Menschen spielt da eine Rolle, Toleranzerziehung, die Freiheit, Gleichheit, Solidarität als Grundwerte unserer Verfassung. Das Recht auf Leben, das Recht auf Bildung, die Achtung des Wohls des Kindes, der Schutz von Kindern vor Gewaltanwendung und Verwahrlosung. Das alles sollen verpflichtende Unterrichtsgegenstände sein, da wir glauben, dass wir hier junge Menschen, aber auch deren Eltern frühzeitig für diese Themenfelder sensibilisieren müssen. Dass es hier, hier und da natürlich in der Gesellschaft Probleme gegeben hat, gerade in den Jahren nach 2004, 2005 sind die aufgeschlagen, hat dazu, uns dazu bewogen, das Themenfeld Kinder- rechte stärker als bislang in einzelnen Lehrplänen einzubauen. Ich meine vor allen in den Grundschullehrplan erst 2004, 2005 in Kraft gesetzt worden. Wir haben zwei Jahre vorher dran gearbeitet. Ich meine aber auch die Lehrpläne...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.