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Übersetzungsfehler. Eine kritische Betrachtung aus der Sicht der anthropozentrischen Translatorik

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Martyna Szczyglowska

Die Arbeit stellt den Übersetzungsfehler in den Mittelpunkt der Betrachtung. Den Anlass dazu gab das Fehlen eines tiefgründigen translatorischen Bezugsrahmens. Die Problematik der Übersetzungsfehler wird aus der Sicht verschiedener translatorischer und linguistischer Ansätze untersucht. Ausschlaggebend für die durchgeführte Diskussion ist der Ansatz der anthropozentrischen Linguistik. Das Beschreiben von theoretischen Modellen geschieht aber nicht als Selbstzweck. Im Vordergrund der durchgeführten Auseinandersetzung mit dem Übersetzungsfehler steht stets die Übersetzungspraxis.

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4. Modelle der Evaluation von Fachübersetzungen

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Bei der Erstellung eines Bewertungskriterienkatalogs muss die Forschungsoptik zuallererst auf den Übersetzungsprozess gerichtet werden. Diese Forschungsper- spektive lässt einzelne übersetzungsorientierte Schritte in den Blickwinkel des Interesses aufnehmen. Damit die weiteren Reflexionen über Evaluationsmodelle ernst genommen werden, sollen die Ausführungen mit konkretem Beurteilungs- katalog und Textanalyseraster sowie der Fehlersystematik belegt werden. Das diffizilste Problem ist die Gewichtung von Übersetzungsschwierigkeiten, denn sie muss auf objektiven Kriterien beruhen, die über eine intuitive Gewichtung hinausgehen. Da sich in Thematik, Lexik, Pragmatik und Stilistik wertvolle An- regungen zu den übersetzungsbezogenen Kategorien finden, lohnt es sich diese aufzugreifen. Ich habe weniger eine Häufung von sog. ‚Schlampigkeitsfehlern’ und mehr sog. Kardinalfehler in den Fokus genommen. Das Kapitel soll außer- dem zeigen, dass eine teilweise abstrakte Gewichtungserstellung durchaus mög- lich ist und kein intuitiver Qualitätseindruck angewendet werden muss. Ich war bemüht klar zu machen, dass die Fehlergewichtung nicht lediglich darin besteht, ‚Sprachfehler’ kontrastiv zu monieren, sondern im Hinblick auf einen konkreten Übersetzungsauftrag den AT als Gefüge unterschiedlicher Faktoren mit dem mehr oder weniger homogenen Zieltext zu vergleichen, um eine immanente AT- ZT-Asymmetrie zu offenbaren. Um die Ausführungen zu ergänzen, habe ich sie um aktuell geltende Korrekturvorschriften und Korrekturzeichen bereichert. 4.1. Der Übersetzungsprozess (Revision der Ansätze) Eine hier aufgegriffene zentrale Frage oszilliert um den Übersetzungsprozess mit seinem facettenreichen Charakter. Ein breites Definitionsspektrum als Pro- jektion unterschiedlicher Anschauungen verursacht, dass die Vornahme einer akribischen Revision des interdisziplinären Definitionskonglomerats und die Bestrebungen, eine geeignete Definition aufzustellen und zu etablieren,...

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