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Danziger Umgangssprache und ihre Spezifik

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Grazyna Lopuszanska-Kryszczuk

Die gemeinsame, viele Jahrhunderte alte Geschichte der Kaschuben, Deutschen und Polen in Danzig führte zur Herausbildung einer Kommunikationsgemeinschaft, in der unterschiedliche, alle drei Nationen integrierende Bindungen zwischen den Menschen bestehen. Die wesentlichen gesellschaftlichen Prozesse, Zusammenarbeit und Anpassung, haben zur sprachlichen Akkomodation und Assimilation im Bereich der städtischen, multiethnischen Sprachgemeinschaft beigetragen. Das aus Standardsprache, standardnaher und dialektaler Umgangssprache erwachsene sprachliche Kontinuum zeichnet sich einerseits durch beachtliche Kontraste und anderseits durch ziemlich fließende Übergänge zwischen einzelnen Varietäten aus. Diese Form der städtischen Umgangssprache, die sich in Danzig infolge der Wanderungsbewegungen und sozialer Umschichtungsprozesse herausgebildet hat, wurde mit der Zeit zur vorherrschenden Verkehrssprache, die unabhängig vom Bewusstsein der ethnischen Zugehörigkeit zu einem der wichtigsten identitätsstiftenden Elemente des Danziger Bürgers wurde.

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15. Zitierte Literatur

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Adelung J. H., Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mund- art. Mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen, Leipzig 1793 – 1801, Bd. 3, 311 Ammon U., Dialekt und soziale Ungleichheit in der Schule, Weinheim 1972 Ammon U., Vorbereitung einer Explizit-Definition von “Dialekt“ und benach- barten Begriffen mit Mittel der formalen Logik, in: K. Matthier (Hrsg.) As- pekte der Dialekttheorie. Reihe Germanistische Linguistik 46, Tübingen 1983, S. 27 - 68 Ammon U., Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Ös- terreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Lichtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol, Berlin 2004 Ammon U., Die deutsche Sprache in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Berlin-New York 1995 Antos U., Ansätze zu einer schichtenspezifischen Betrachtung einer ostfriesi- schen Ortsmundart, Staatsexamenarbeit, Hamburg 1974 Auwärter M., Sprachgebrauch in Abhängigkeit von Merkmalen der Sprecher und der Sprechsituation. Eine soziolinguistische Untersuchung, Berlin 1983 Bach A., Zum Problem der Stadtmundarten, Teuth. 1, 1924 – 25, S. 41 - 48 Bach A,. Deutsche Mundartforschung. Ihre Wege, Ergebnisse und Aufgaben, Heidelberg 1969 Barbout S./Stevenson P., Variation im Deutschen. Soziolinguistische Perspekti- ven, Berlin – New York, 1998 Barth H., Zur Danziger mitteldeutschen Kanzleisprache, Danzig 1938 Bauer D., Das sprachliche Ost-West Problem, Frankfurt a.M.,1993 Baumgärtner K., Zur Syntax der Umgangssprache in Leipzig, Berlin 1959 Barth H., Zur Danziger Mitteldeutschen Kanzleisprache. Danzig 1938 Ballmann G., Zweidimensionale Dialektologie, in: Günter Bellmann (Hrsg.): Beiträge zur Dialektologie am Mittelrhein, Mainzer Studien zur Sprach- und Volksforschung, S. 1-55, Stuttgart 1986 Baßler H./Spiekermann H., Dialekt...

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