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Eine sprachenübergreifende Ausbildung in der Fremdsprachendidaktik aus studentischer Perspektive

Das «Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik» (IMoF)

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Eva Maria Hirzinger-Unterrainer

Seit 2002 setzt das «Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik» (IMoF) neue Konzepte in der Fremdsprachendidaktikausbildung um, indem es für alle zukünftigen (Fremd-)SprachenlehrerInnen eine sprachenübergreifende und mehrsprachig ausgerichtete Ausbildung anbietet. Diese Studie setzte sich zum Ziel, Erwartungen von Studierenden an die Fremdsprachendidaktikausbildung vor und nach Absolvierung des Modells zu analysieren sowie Unterschiede zwischen Studierenden zu Beginn und am Ende ihrer Ausbildung zu eruieren. Dazu wurden mittels Fragebogen erhobene quantitative Daten mit, aus Leitfadeninterviews gewonnenen, qualitativen Daten ausgewertet und trianguliert. Abschließend werden die Ergebnisse den Intentionen von IMoF gegenübergestellt, woraus Vorschläge für die (Fremd-)Sprachendidaktikausbildung formuliert werden.

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2 Das „Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik“ (IMoF)

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Das Bildungswesen bewahrt trotz der zunehmenden Mehrsprachigkeit der Schü- lerInnen den „monolingualen Habitus“ (Gogolin 1994, 2008), und zwar „selbst dort, wo es [das Bildungswesen] mehrere Sprachen zulässt“ (Krumm 2000, S. 26). Um den Lehramtsstudierenden ihre eigene Mehrsprachigkeit und vor allem jene ihrer zukünftigen SchülerInnen bewusst zu machen, bedarf es einer dem- entsprechenden Ausbildung. Mehrsprachigkeit(sdidaktik) und Interkulturalität müssen entsprechend ihrer Bedeutung in allen Komponenten der Ausbildung verankert werden (Vollmer 1995, S. 676f; Christ 1995, S. 694; Hu 1998, S. 137), denn wie bereits Peter Nelde feststellte: „Einsprachigkeit ist heilbar“ (Krumm 2000, S. 28). Eine Forderung, die Krumm et al. (2011) mit ihrem „Cur- riculum Mehrsprachigkeit“ – in Ergänzung zu den bereits seit 2004 respektive 2006 existierenden sprachenübergreifenden AHS-Lehrplänen für Lebende Fremdsprachen (bm:ukk 2004; bm:ukk 2006) – zumindest für die Schulen um- setzen wollen. Demnach soll Mehrsprachigkeit für alle SchülerInnen sämtlicher Schulstufen in ein oder zwei Wochenstunden entweder fächerintegrativ oder auf die Sprachfächer verteilt unterrichtet werden (vgl. ebd., S. 10). Angehende Lehrpersonen werden in ihrer Ausbildung häufig unzureichend auf die Mehrsprachigkeit ihrer zukünftigen SchülerInnen vorbereitet. Demnach ist es erforderlich, dass in das Lehramtsstudium der einzelnen (Fremd-)Sprachen fächer- und sprachenübergreifende Aspekte integriert werden (Meißner et al. 2001, S. 166f). Daraus folgt unter anderem, „dass Studierende für einen künftigen Fremdsprachenunterricht ausgebildet werden müssen, den sie selbst in ihrer (noch gar nicht so lange zurückliegenden) Schulzeit nicht...

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