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Die Auswirkungen der Nichtbeachtung englischer handelsrechtlicher Publizitätspflichten auf eine Private Company Limited by Shares mit Verwaltungssitz in Deutschland

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Dominik Nikol

Der Autor befasst sich mit der Private Company Limited by Shares (kurz: Limited), deren Anzahl in Deutschland nach einer Reihe von Entscheidungen des EuGH stark angestiegen ist. Bei der Gründung einer Limited wird oftmals außer Acht gelassen, dass zahlreiche englische handelsrechtliche Publizitätspflichten zu beachten sind. Ziel der Untersuchung ist es, nach grundlegender Darstellung dieser englischen Publizitätspflichten die Sanktionen bei Nichtbeachtung der Publizitätspflichten aufzuzeigen, die gerade eine in Deutschland tätige Limited treffen können. Besonderes Augenmerk wird hierbei auf die Löschung der Limited gelegt. Die Arbeit gibt potentiellen Unternehmensgründern, aber auch Gläubigern Empfehlungen, wie sie sich bei der Interaktion mit einer Limited hinreichend schützen können.

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D. Sanktionen bei Verletzung der Pflichten

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Nachdem festgestellt wurde, dass das englische Recht seinen private companies limited by shares zahlreiche Publizitätspflichten abverlangt, stellt sich nun die Frage, wie sich deren Beachtung in der Praxis durchsetzen lässt. Zum einen ist in der englischen Rechtstradition die Akzeptanz der Publizi- tätspflichten sicherlich fester als in Deutschland verwurzelt. 473 Zum anderen bedarf es aber auch eines Sanktionsinstrumentariums, um diese Akzeptanz auf- recht zu erhalten und weiter auszubauen. Dem ist der englische Gesetzgeber nachgekommen und hat ein umfassendes System an Sanktionen geschaffen, um dem Stellenwert der Publizitätspflichten gerecht zu werden, mithin adäquaten Gläubigerschutz zu bieten. Im Folgenden sollen die Sanktionen, die die officers der Gesellschaft ereilen können (D. I.), und solche, die die Limited selbst treffen können (D. II.), aufge- zeigt werden. 474 Die Darstellung soll sich hierbei auf die staatlichen Sanktionen, die durch eine Missachtung oben genannter Publizitätspflichten 475 ausgelöst werden, konzentrieren. 476 Die Auswirkungen der (absichtlichen) Veröffentli- chung fehlerhafter Informationen durch die officers oder die Gesellschaft blei- ben grundsätzlich ausgeklammert. 477 Vertieft soll – aufgrund ihrer einschnei- denden Konsequenzen – auf die Disqualifikation als director (D. I. 2.) sowie die Löschung der Gesellschaft aus dem Register eingegangen werden (D. II. 2.). Der Darstellung der hieraus zu entnehmenden Empfehlungen für die officers einer Limited (D. III.), soll ein Vergleich mit den im deutschen Recht vorgesehenen Sanktionen folgen. (D. IV.). Erst im Anschluss sollen die Folgen für eine in Deutschland aktive Limited untersucht werden (E.). 473 Gernoth, BB...

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