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Die deutsche Vorschrift zur Verhinderung von Abkommens- und Richtlinienmissbrauch und ihre Vereinbarkeit mit Unionsrecht

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Helen Domschat

Die Arbeit befasst sich mit der im Zuge des Jahressteuergesetz 2007 erheblich verschärften Regelung des § 50d Abs. 3 EStG. Die Autorin bietet zunächst einen Überblick über die Entwicklung des deutschen Steuerrechts zur Verhinderung von Abkommens- und Richtlinienmissbrauch von § 42 AO zu § 50d Abs. 3 EStG in der heutigen Fassung. Untersucht werden von § 50d Abs. 3 EStG zudem das Verhältnis zu anderen Missbrauchsvorschriften und die Regelung auf Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht in der Form des Unionsrechts. Die Autorin legt dar, dass der Gesetzgeber mit der Verschärfung des § 50d Abs. 3 EStG gegen höherrangiges Recht in Form des primären und sekundären Unionsrechts verstößt. Insbesondere die starre 10%-Grenze bei mangelndem Gegenbeweisrecht verstößt gegen die vom EuGH geforderte Einzelfallbetrachtung und erfasst somit nicht nur rein künstliche Gestaltungen.

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Inhaltsverzeichnis

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Vorwort ............................................................................................................. VII Abkürzungsverzeichnis .................................................................................... XV Einleitung ............................................................................................................. 1 Gang der Arbeit .................................................................................................... 5 Kapitel 1: Entwicklung von § 42 AO zu § 50d Abs. 3 EStG ............................... 7 A. Einführung des § 50d Abs. 1a EStG durch das Mißbrauchsbekämpfungs- und Steuerbereinigungsgesetz ........................................................................... 7 B. Änderungen durch das Steuersenkungsgesetz und das Steueränderungsgesetz ...................................................................................... 8 C. Entwicklung bis zum Jahressteuergesetz 2007 ............................................ 9 I. „Hilversum I“-Entscheidung ...................................................................... 9 II. „Hilversum II“-Entscheidung ................................................................. 10 III. Nichtanwendungserlass des BMF ......................................................... 12 1. Keine Merkmalsübertragung von anderen wirtschaftlich aktiv tätigen Konzerngesellschaften auf eine funktionslose Zwischenholdinggesellschaft ................................................................... 13 2. Erfordernis einer substantiellen Geschäftsausstattung der aus- ländischen Gesellschaft, um deren Funktionslosigkeit auszuschließen .. 13 3. Kein kumulatives Vorliegen der objektiven Tatbestandsmerkmale erforderlich ............................................................................................... 13 4. Aufhebung des Schutzzwecks ............................................................. 14 IV. Kritik am Nichtanwendungserlass des BMF ........................................ 14 1. Keine Merkmalsübertragung von anderen wirtschaftlich aktiv tätigen Konzerngesellschaften auf eine funktionslose Zwischenholdinggesellschaft ................................................................... 14 2. Erfordernis einer substantiellen Geschäftsausstattung der aus- ländischen Gesellschaft, um deren Funktionslosigkeit auszuschließen .. 15 3. Kein kumulatives Vorliegen der objektiven Tatbestandsmerkmale erforderlich ............................................................................................... 16 4. Aufhebung des Schutzzwecks ............................................................. 16 D. Änderung und Verschärfung durch das Jahressteuergesetz 2007 ............. 16 E. „SOPARFI“-Entscheidung ......................................................................... 17 I. Sachverhalt ............................................................................................... 18 II. Entscheidung des FG Köln ..................................................................... 19 III. Entscheidung des BFH .......................................................................... 20 IV. Entscheidung des FG Köln im II. Rechtszug ........................................ 22 Kapitel 2: Die Missbrauchsvorschrift des § 50d Abs. 3 EStG ........................... 23 A. Die Tatbestandsmerkmale des § 50d Abs. 3 EStG .................................... 23 I. Ausländische Gesellschaft ....................................................................... 23 1. Gesellschaft .......................................................................................... 24 X a) Definition nach Doppelbesteuerungsabkommen ................................. 24 aa) Juristische Person ............................................................................... 24 bb) Rechtstr...

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