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Graffiti – eine Herausforderung für das Strafrecht

Zugleich eine kritische Würdigung des Tatbestands der Sachbeschädigung

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Wan-Tae Kim

Die Arbeit gibt eine Antwort auf die Frage, ob mit den Neuregelungen von 2005 die Strafbarkeitsgrenzen bei Spray-Attacken zukunftsweisend in eine neue Richtung gelenkt werden können. Zugleich werden §§ 303 Abs. 2 und 304 Abs. 2 StGB von 2005 eingehend analysiert und auf rechtsstaatlicher und verfassungsrechtlicher Grundlage nach Art. 103 Abs. 2 GG eingehend gewürdigt. Die Untersuchung ist damit nicht nur strafrechtsdogmatisch, sondern auch kriminalpolitisch von erheblicher Bedeutung. Sie beweist eine besondere methodologische Begründung für die Fortentwicklung des Rechts vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels. Wegen mangelnder Objektivierbarkeit der §§ 303 Abs. 2 und 304 Abs. 2 StGB schlägt der Autor einen eigenen Gesetzesentwurf vor.

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1. Kapitel: Graffiti als kriminologisches Phänomen

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Im 1. Kapitel dieser Arbeit stehen Ausführungen zum kriminologischen Phäno- men Graffiti im Vordergrund. Für das Verständnis des kriminologischen Phäno- mens „Graffiti“, wie es in den USA, Deutschland und auch in Südkorea zu beobachten ist, müssen neben der Feststellung, dass Graffitis erhebliche wirt- schaftliche Schäden verursachen, die kriminologischen Hintergründe solcher Taten beachtet werden. Der Beschäftigung mit dem kriminologischen Phänomen Graffiti soll zunächst eine Begriffsbestimmung vorausgehen. Es wird definiert, was unter Graffiti zu verstehen ist. I. Graffiti-Begriffbestimmung 1. Annäherung an den Begriff Graffiti Graffiti wird als „ein Alltagserlebnis für den Betrachter“ beschrieben.16 Die Be- griffe Graffitis und Writings werden zwar häufig synonym verwendet, es be- stehen jedoch Unterschiede: Das „Writing“ wurde von den Medien als Graffiti bezeichnet, obwohl dieser Begriff nicht näher definiert ist.17 Der Begriff „Graffi- ti“ wird heute umfassend für jede Art von allgemeinen Zeichnungen und Schrif- ten an der Wand verwendet, während das „Writing“ nur das Schreiben des eige- nen Namens verkörpert.18 Der Begriff „Graffiti“ wurde auch auf besprühte Leinwände ausgeweitet.19 „Graffiti“ ist folglich ein Sammelbegriff für gesprühte Bilder, Zeichen und Schriftzüge.20 Man versteht unter Graffiti vor allem alle Arten von gesprühten Wandbildern, bezeichnet damit aber auch alle gesprühten Schriftzüge und Zeichnungen im öffentlichen Raum. 16 Höffler, Graffiti – Prävention durch Wiedergutmachung, S. 2. 17 Krekow/Steiner/Taupitz, HipHop-Lexikon, S. 149; http://de.wikipedia.org/wiki/Graffiti; Schwarzkopf, Graffiti Art, S. 52; vgl. Behforouzi, Die deutsche...

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