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Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff als Komponistin

Zum Wort-Ton-Verhältnis in ihrem lyrisch-musikalischen Werk

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Lech Kolago

Trotz der umfangreichen Spezialliteratur, die in den letzten 160 Jahren über das Werk der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff entstanden ist, findet man eher wenige Titel die ihre Verskunst und ihre Kompositionen sowie ihre Vertonungen von Gedichten behandeln und die sich mit dem Wort-Ton-Verhältnis in ihrem lyrisch-musikalischen Werk befassen. Man lobt eher ihre Prosawerke, gern zitiert man ihre Balladen. Nur wenigen ist jedoch bekannt, dass sie komponierte und dass sie eine Komponistin von 70 Liedern für Gesang mit Klavierbegleitung und Gesängen ist. Ihre vier Opern: Babylon, Der blaue Cherub, Der Galeerensklave und Der Wiedertäufer wurden leider nicht vollendet. In diesem Buch konzentriert sich der Autor auf das Hervorheben der metrischen, rhythmischen, stilistischen und klanglichen Mittel, die die Dichterin und Komponistin in ihrem lyrisch-musikalischen Werk bevorzugte. Die kompositorischen und poetischen Mittel der Werke der Droste sind nicht neu. Es soll daher versucht werden, der Verbindung von bestimmten rhythmischen, kompositorischen, lyrischen, inhaltlichen Strukturen, die den typischen Stil der westfälischen Dichterin und Komponistin prägen, auf die Spur zu kommen.

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XVI. Vertonung von vier Texten von Johann Wolfgang von Goethe: Hebe! hebe selbst die Hindernisse, Wer nie sein Brod in Thränen aß, Im Nebelgeriesel, im tiefen Schnee und Viele Gäste wünsch ich mir

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Das Gedicht „Hebe! hebe selbst die Hindernisse“ handelt vom heroischen Frei- heitskampf des griechischen Volkes zur Zeit der Türkenherrschaft. Im Text Griechischer Befreiungskampf schreibt Nicholas Boyle folgendes: „Der Kampf der Griechen um ihre Befreiung von der Türkenherrschaft zieht sich gleichsam durch die gesamte Lebenszeit Goethes: Im Zusammenhang mit dem russisch-türkischen Krieg von 1769 bis 1774 kam es zu einem ersten gro- ßen Aufstand, […] in den letzten Lebensjahren Goethes konnte die völlige Un- abhängigkeit des 1829 gegründeten neugriechischen Staates als gesichert gel- ten“. (Goethe, Handbuch, Bd. 4/1, S. 446) Erst ab 1815 etwa habe Goethe inten- siveren Anteil an den Entwicklungen im südlichen Balkan genommen. Zuerst habe sich sein Interesse im literarischen Kontext geäußert: Durch junge Grie- chen, die in Jena studiert hätten und möglicherweise Mitglieder des 1814 ge- gründeten Geheimordens Philiki Eteira gewesen seien, sei er auf die patrioti- schen Lieder der neuen nationalen Bewegung aufmerksam gemacht worden. Später habe er selbst Übersetzungen unternommen: Neugriechisch-epirotische Heldenlieder, 1822; Neugriechische Liebe-Skolien, 1825, und das Volkslied Charon habe ihn 1825 zu einer einmaligen Wiederaufnahme der seit zwanzig Jahren ruhenden Weimarer Preisaufgaben für bildende Künstler angeregt. (Vgl.: Goethe, Handbuch, Bd. 4/1, S. 446) Zu den politischen Vorgängen äußerte sich Goethe zunächst eher sporadisch und zurückhaltend, die Entwicklung des grie- chischen Freiheitskampfes habe ihn anfänglich eher befremdet. Den ersten ext- rem demokratischen Verfassungsentwurf der Patrioten habe er schon 1822 zur Kenntnis genommen, und die entsetzlichen...

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