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Gehen oder leiden … und wer war jetzt schuld?

Attributionen in konflikthaften Partnerschaften im Vergleich zu beendeten Partnerschaften

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Kerstin Zühlke-Kluthke

Woran liegt es aus der Sicht selbst Betroffener, dass bei langjährig zusammenlebenden Paaren die einen sich trennen, die anderen konflikthaft zusammenleben? Auf der Basis problemzentrierter Einzelinterviews mit jeweils beiden Partnern werden Attributionsinhalte, Attributionsverhalten und Attributionsfunktionen ermittelt. Es werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei konflikthaften Paaren und getrennten Paaren gefunden. Methodisch interessant wird eine inhaltsanalytische Vorgehensweise gekoppelt mit attributionstheoretischer Auswertung vor dem Hintergrund einer interpretativen Auswertung der Lebens- und Partnergeschichten. Es werden 12 Schwerpunkt-Themenfelder gefunden und Asymmetrien und Signalthemen für Trennung identifiziert. Ein Attributionsverhalten, was überwiegend an den Anderen zuschreibt, kann als Indikator für den Zufriedenheitsgrad von Partnerschaft und damit als ein wesentlicher Prädiktionsfaktor von Trennung ermittelt werden.

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5. Empirische Untersuchung

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5.1 Forschungsfragen Zielführend für diese Arbeit (siehe Kapitel 2) ist die Beantwortung von Fragen nach Attributionsinhalten, Attributionsverhalten sowie Attributionsfunktionen acht konflikthafter im Vergleich zu acht getrennten Paaren. Mit einfließen sollen ebenfalls die Ergebnisse eines Vergleichs zu der Grup- pe sechs glücklicher Paare in langandauernden Partnerschaften aus der erwähn- ten Studie von Schmid-Kloss (2004/2006). Darüber hinaus werden aussagekräftige Ergebnisse aus einer durchgeführten Längsschnittuntersuchung in Form einer Nachbefragung im Rahmen der vorlie- genden Arbeit erwartet. Hier wird telefonisch die Gruppe der konflikthaften Paare im Jahr 2012, also zehn Jahre nach der Erstbefragung, gebeten, den Stand ihrer Partnerschaft erneut zu beschreiben. Auf die Ablaufgrafik der Vor- und Nebenuntersuchungen (Abb.1) sowie den Untersuchungsplan, der dieser Arbeit zu Grunde liegt (Abb. 2), wird nochmals hingewiesen. 5.1.1 Welche Attributionsinhalte zeigen sich beim ein- zelnen Paar und den beiden Gruppen? ‰ & $% &› & }n beantworten zu können, werden partnerschaftsorientierte Kognitionen in Form von Attributionen von den Befragten verwendet. Die verschrifteten Interviews werden nach Zuschreibungsschwerpunkten durchsucht. In den Auswertungsbö- ' & Œ &6 l- &  & ” ‚% betont. Es ergeben sich durch Clusterung Kategorien, die innerhalb des Paares und innerhalb der beiden Gruppen verglichen werden. Es wird angestrebt, die Hauptthemen bei Trennungen und Partnerschaftskonflikten sichtbar zu machen. Vermutete unterschiedliche Darstellungen von gemeinsam erlebten Beziehungs- ereignissen werden durch Gegenüberstellung der Einzelaussagen der beiden Partner verdeutlicht. Es wird vermutet, dass sich Gewichtungsunterschiede in- nerhalb einzelner Themen sichtbar machen werden lassen. Eine erhebliche Dif- ferenz genannter Attributionen zum selben Thema wird innerhalb eines Paares das...

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