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Semantik und Pragmatik im Spannungsfeld der germanistischen und kontrastiven Linguistik

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Edited By Larysa Iagupova, Vladimir Kaliuscenko and Andrzej Katny

Der Band versammelt Beiträge der Fachtagung Semantik und Pragmatik im Spannungsfeld der germanistischen und kontrastiven Linguistik, die vom 17. bis 19. September 2012 in Donezk, Ukraine stattfand. Die Schwerpunkte sind 1. Sprachtypologie, Sprachkontakt und Universalien, 2. Verbsemantik im Deutschen und im Sprachvergleich, 3. Kommunikativ-pragmatische und pragmalinguistische Ansätze in der Diskursanalyse – synchron und diachron, 4. Allgemeine Aspekte sprachlicher Stilanalysen. Die Herausgeber setzen sich zum Ziel, ausgewählte Probleme der Semantik und Pragmatik in verschiedenen Bereichen der germanistischen und kontrastiven Sprachwissenschaft darzustellen und zu diskutieren.

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II. Verbsemantik im Deutschen und im Sprachvergleich

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Schamil Basyrov Zu den Bildungstypen der deutschen Reflexiva 1. Einleitung Die Verbindungen Verb + Reflexivpronomen waren und bleiben bis heute Gegenstand zahlreicher Aufsätze1, Monographien (vgl. Stötzel 1970; Wagner 1977) und nahezu aller Grammatiken (vgl. Jung 1968; Helbig / Buscha 1974; Schmidt 1977). Sie werden unter verschiedenen Aspekten behandelt: a) als synonymischer Ausdruck für das Passiv2, b) als ein Mittel, dem transitiven Verb die fehlende intransitive Variante zur Seite zu stellen (Ružička / Steube / Walter 1976; Wagner 1977), c) als ein Wortbildungsmittel (Schulz 1985). In einigen Arbeiten werden die deutschen Reflexiva kontrastiv 3 bzw. typologisch erforscht (Geniušiene 1987; Basyrov 2004). Dabei vergleicht man die Inhalts- und Ausdrucksseite sprachlicher Einheiten in den zu untersuchenden Sprachen und versucht, gemeinsame und unterschiedliche Eigenschaften zu bestimmen. Obwohl damit ein umfangreiches Material vorliegt, weisen viele Studien große Unzulänglichkeiten in der Beschreibung und Klassifizierung der deutschen Reflexiva auf. Das betrifft u.a. die Reflexiva, in deren Struktur das Reflexivum nicht allein als unmittelbare Konstituente auftritt (sich waschen = sich + waschen), sondern in Verbindung mit anderen Wortbildungsmitteln (z.B. sich verrechnen ← (sich + ver-) + rechnen; sich schlängeln ← (sich + -l-) + Schlange). Wortbildende Formanten, die aus Reflexivum und Affix bzw. Affixen bestehen, werden hier als Reflexivkomplex (RK) und die Derivate des gleichen Typs als Verben mit Reflexivkomplex (VRK) bezeichnet, die somit weitere Ausführungen bilden. Als Hauptschwerpunkt dieser Untersuchung gelten die Bildungstypen der VRK und ihre wortbildenden Elemente. 2. Zum Korpus Die deutschen Verben mit Reflexivkomplex wurden den W...

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