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Semantik und Pragmatik im Spannungsfeld der germanistischen und kontrastiven Linguistik

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Edited By Larysa Iagupova, Vladimir Kaliuscenko and Andrzej Katny

Der Band versammelt Beiträge der Fachtagung Semantik und Pragmatik im Spannungsfeld der germanistischen und kontrastiven Linguistik, die vom 17. bis 19. September 2012 in Donezk, Ukraine stattfand. Die Schwerpunkte sind 1. Sprachtypologie, Sprachkontakt und Universalien, 2. Verbsemantik im Deutschen und im Sprachvergleich, 3. Kommunikativ-pragmatische und pragmalinguistische Ansätze in der Diskursanalyse – synchron und diachron, 4. Allgemeine Aspekte sprachlicher Stilanalysen. Die Herausgeber setzen sich zum Ziel, ausgewählte Probleme der Semantik und Pragmatik in verschiedenen Bereichen der germanistischen und kontrastiven Sprachwissenschaft darzustellen und zu diskutieren.

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IV. Allgemeine Aspekte sprachlicher Stilanalysen

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Alexandr Petrenko und Daniil Petrenko Theorie und Praxis der sozial gerichteten Phonetikforschung 1. Einführung Jede Sprache ist, wie bekannt, historisch gewachsen. Sie dient den unterschiedli- chen Sprachmittlern in den verschiedensten Regionen und Situationen zur Kommunikation und tritt auch in verschiedenen Existenzformen auf. Die innere Differenzierung der Sprache in Existenzformen wie Literatursprache (Standard), Umgangssprache, Dialekt (regionale Verbreitung) sowie Verteilung auf soziale Gruppen (sog. sprachliche Varianten der Fach- und Gruppensprachen) wird in der Linguistik seit langem behandelt. Dabei wird die strukturalistische Konzep- tion der Sprache, wofür ein homogenes Sprachsystem Voraussetzung ist, grundsätzlich kritisiert. Die Homogenitätsannahme wurde ausdrücklich von N. Chomsky dargestellt: „Linguistic theory is concerned primarily with an ideal speaker-listener, in a completely homogeneous speech-community who knows its language perfectly and is unaffected by such grammatical irrelevant conditions as memory limitations, distractions, shifts of attention and interest, and errors (random or characteristica) in applying his knowledge of the language in actual performance” (Chomsky 1965: 3). Die durchgeführten Forschungen beweisen aber, dass die Sprache nicht homogen, sondern sehr variabel ist. Ausgangspunkt der Überlegungen zum Konzept ‚Sprachvarietät’ ist die allgemein zu beobachtende Erfahrung, dass, wie G. Berutto feststellt, „ein und dieselbe Sprache verschieden gesprochen (und z.T. geschrieben) wird, in Abhängigkeit von den spezifischen sozialen Bedingungen, in denen sie verwendet wird. Jede dieser verschiedenen Spielarten, in denen eine historisch-natürliche Spra- che in Erscheinung tritt, kann man zweckmäßigerweise mit dem Namen Varietät bezeichnen“ (Berutto 1987/88: 263). Einen besonders großen Aufschwung fanden in den letzten...

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