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Portfolio als Baustein einer neuen Lernkultur

Eine empirische Studie zur Implementierung des Europäischen Portfolios der Sprachen

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Carmen Becker

Seit der Einführung des Europäischen Portfolios der Sprachen (EPS) im Jahr 2001 ist dem Portfolio ein starkes Potenzial zur Veränderung der Lernkultur im Fremdsprachenunterricht zugeschrieben worden. Die quantitative empirische Studie untersucht die Wirksamkeit der Portfolioimplementierung sowie das Modifikationspotenzial des EPS aus der Sicht von Lehrkräften. Der niedersächsische Modellversuch zur Einführung des EPS wird evaluiert und die Untersuchungsergebnisse zur Bildung eines Modells für die Implementierung herangezogen. Im Ergebnis zeigt sich, dass das Innovationspotenzial des EPS nur wirken kann, wenn Lehrkräfte Veränderungen auf den Ebenen der Organisation sowie der Lern- und Gesprächskultur vornehmen.

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5 Der niedersächsische Erhebungskontext

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In Folge der Einführung der Kerncurricula für das Fach Englisch in der Grund- schule und an allen Schulformen der Sekundarstufe I, entschloss sich das Nie- dersächsische Kultusministerium im Jahr 2006 dazu, ein Europäisches Spra- chenportfolio einzuführen (Becker 2011: 42). Das Portfolio, „[…] dessen Nut- zung in den niedersächsischen Kerncurricula für die modernen Fremdsprachen verankert ist“ (Niedersächsisches Kultusministerium 2010: 7), sollte für die Grundschule aufsteigend vom 3. und für die Sekundarstufe I aufsteigend vom 5. Schuljahrgang an Pilotschulen in jedem der vier Zuständigkeitsbereiche der Landesschulbehörde für den Zeitraum von drei Jahren erprobt werden. Ziel der Implementierung des Europäischen Sprachenportfolios in Nie- dersachsen war eine Unterstützung der Umsetzung des europapolitischen Konzeptes der niedersächsischen Landesregierung zur Förderung der Mehr- sprachigkeit, interkulturellen Kompetenz und des lebenslangen Lernens in den Fremdsprachen: Im europapolitischen Konzept der niedersächsischen Landesregierung sind die Not- wendigkeit von Mehrsprachigkeit, interkultureller Kompetenz und lebenslangem Lernen fest verankert. Während die Schaffung der Voraussetzungen für lebenslanges Lernen im Bereich der allgemein bildenden Schulen Aufgabe aller Unterrichtsfächer ist, werden Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz vor allem in den Fremdsprachen entwickelt. (Niedersächsisches Kultusministerium 2010: 7) Darüber hinaus sollte die Einführung der Kerncurricula und damit verbunden des auf dem GeR basierenden kompetenzorientierten Fremdsprachenunterrichts durch die Implementierung des Europäischen Sprachenportfolios unterstützt werden und gleichzeitig „[…] ein Dialog zwischen Lernenden und Lehrenden über Lernziele, -inhalte und -methoden des modernen Fremdsprachenunterrichts gewährleistet [werden]“ (Niedersächsisches Kultusministerium...

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