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Variation, Wandel, Wissen

Studien zum Hochdeutschen und Niederdeutschen

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Yvonne Hettler, Carolin Jürgens, Robert Langhanke and Christoph Purschke

Die Erforschung des Spektrums zwischen Dialekt und Standard, die Perzeptionslinguistik und die Analyse von Dialektsyntax sind Aufgaben einer Dialektologie, die sich als Regionalsprachenforschung versteht. In zwölf Beiträgen diskutieren Nachwuchswissenschaftler diese Fragestellungen aus der Perspektive neuerer variationslinguistischer Theorien. Die Themen reichen von der Namenkunde bis zur Perzeptionslinguistik und umfassen sowohl niederdeutsche als auch hochdeutsche Varietäten. Schwerpunkte liegen auf der Betrachtung sprachlicher Variation und Dynamik der phonologischen und morphologischen Ebene sowie von Methoden und Befunden sozio- und wahrnehmungsdialektologischer Untersuchungen. Beiträge zum altsächsischen Heliand und zur bairischen Namenkunde erweitern das Themenfeld.

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Zur soziolinguistischen Dynamik im Burgenland (Christina Schrödl)

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Zur soziolinguistischen Dynamik im Burgenland Christina Schrödl Abstract Für die Soziolinguistik und Varietätenlinguistik ist das Burgenland als Forschungsgebiet aus mehreren Gründen interessant. Einerseits ist es in sprachwissenschaftlicher Hinsicht noch nicht ausreichend gut erforscht. Andererseits sind die Dialekte des Burgenlandes jedoch flä- chendeckend durch Tonaufnahmen dokumentiert, die in den 1950er Jahren begonnen wurden. Die Dialekte des Burgenlandes gelten als sehr konservativ, was darin begründet liegt, dass es das zweitjüngste Bundesland Österreichs ist und bis 1921 das Ungarische die Dachsprache war. Das Burgenland wurde 1921 als Bundesland ein Teil Österreichs und ist der einzige Ge- bietszugewinn Österreichs nach dem 1. Weltkrieg. 1922 wurde Wien von Niederösterreich getrennt und ein eigenes Bundesland. Außerdem war das Burgenland lange Zeit landwirt- schaftlich dominiert, was sich in den letzten Jahrzehnten jedoch stark verändert hat. Das Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, das Forschungsvorhaben mit dem Titel Zur so- ziolinguistischen Dynamik im Burgenland vorzustellen, in welchem aktuelle Sprachdaten er- hoben und mit den Daten aus den o. a. alten Tonaufnahmen verglichen werden sollen. Zusätz- lich sollen Spracheinstellungsdaten und Informationen darüber, in welchem Umfeld bzw. mit wem und in welcher Situation welches Register verwendet wird, erhoben werden, um deren Auswirkungen auf die Veränderungen auszuwerten. 1. Einleitung Das Ziel des vorliegenden Projektes ist, die Sprachdynamik von Personen an bestimmten Ortspunkten im Burgenland seit den 1950er Jahren zu untersuchen. Im Rahmen des Projektes sollen rund 560 bisher unzureichend aufgearbeitete Aufnahmen aus dem Burgenland aus den 1950er bis...

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