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Zur strafrechtlichen Neugestaltung der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland

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Simon Lück

Seit dem 8.12.2011 ist das biomedizinische Verfahren der Präimplantationsdiagnostik (PID) durch einen neu eingefügten § 3a Embryonenschutzgesetz (ESchG) geregelt. Die Regelung war allerdings ein gesetzgeberischer «Schnellschuss» und ist daher in vielerlei Hinsicht mangelhaft. Der Autor stellt einen auf mehrjähriger Forschung basierenden alternativen Gesetzentwurf gegenüber, der diese Mängel behebt. Die PID ist ein Verfahren zum genetischen Screening von künstlich erzeugten Embryonen. Mit ihm soll verhindert werden, dass genetisch vorbelastete Eltern schwer erbkranke Kinder bekommen. Nur gesunde Embryonen werden der Mutter implantiert, kranke Embryonen verworfen. Dies ist rechtlich und ethisch brisant, da die verworfenen Embryonen nach beachteten Definitionen unterschiedlicher Disziplinen (Recht, Ethik, Theologie, Medizin etc.) als menschliches Leben qualifiziert werden können. Das Aussortieren erbkranken Lebens trägt daher euthanasische Züge, die nach Auffassung des Autors auch im neuen § 3a ESchG zum Ausdruck kommen. Betrachtet man weitere handwerkliche Mängel der Norm, ist eine gesetzgeberische Überarbeitung dringend geboten.

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Danksagung

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Für diese Dissertation wird naturgemäß in erster Linie der Autor Kritik oder Lorbeeren ernten. Die Lorbeeren möchte ich mit den Menschen teilen, ohne die diese Arbeit so nicht möglich gewesen wäre. Zuvörderst möchte ich meinen Doktorvater, Herrn Univ.-Prof. em. Dr. Klaus Geppert, hervorheben. Er hat sich auf mein eher „exotisches“ strafrechtliches Thema nicht nur wissenschaftlich eingelassen, sondern sich mit dessen rechtli- chen, aber auch ethischen, gesellschaftlichen und politischen Aspekten in be- sonderer Breite und Tiefe auseinandergesetzt. Er hat mir in meinem Wirken gro- ße Freiheit gelassen und doch – für die erfolgreiche Vollendung eines derartigen Projektes ungemein wertvoll – klare Linien gezogen. Durch seine hohe Identifi- kation mit der Materie hat er mir unschätzbare Impulse gegeben und wesentliche Argumentationsfelder mitbestellt. Dies seiner jahrzehntelangen rechtsdogmati- schen und rechtsmethodischen Erfahrung an die Seite gestellt, war er mir allzeit ein unsagbar hilfreicher Ansprechpartner – der ideale Doktorvater. Von überragendem Wert waren auch die Anregungen und Hilfestellungen von Frau Prof. Dr. Kirstin Drenkhahn, die sich eingehend mit dem Thema be- schäftigt und mich glücklicherweise an ihren vielen konstruktiven Gedanken hat teilhaben lassen. Ihre zusätzlichen Ideen, Analysen und Ratschläge haben meine Arbeit deutlich bereichert. Ohne das durch meine rechts- und medizinwissenschaftlichen Kollegen er- richtete Wissensfundament wäre meine eigene Forschung nicht durchführbar, die geordnete Aufbereitung des Themas und daraus resultierender neuer Er- kenntnisgewinn undenkbar gewesen. Mit Freude und Stolz darf ich meine Arbeit beim Peter Lang Verlag in der Reihe „Strafrecht und Rechtsphilosophie in Geschichte...

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