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Ethische Aspekte in der Forschung mit Kindern

Perspektiven der Gesundheitsfachberufe

Edited By Svenja Ringmann and Julia Siegmüller

Im Kontext der Akademisierung nimmt Forschung in den Fächern Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie rapide zu. Ein vordergründiges Ziel besteht im Beleg der Wirksamkeit therapeutischen Handelns. In diesem Sammelband liegt der Fokus auf ethischen Fragen in der disziplinären Forschung mit Kindern. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Logopädie, Sprachwissenschaft, Ergotherapie, Physiotherapie, Medizinethik, Philosophie, Theologie) gehen der Frage nach, was Kinder zu einer besonders schutzbedürftigen Gruppe macht und wie die Rechte von Kindern in der disziplinären Forschung in den Gesundheitsfachberufen gewahrt werden können.

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Anthropologische und ethische Betrachtungen zur Bewegung und Bewegungsentwicklung aus Sicht der Physiotherapie. Katharina Scheel

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75 Anthropologische und ethische Betrachtungen zur Bewegung und Bewegungsentwicklung aus Sicht der Physiotherapie Katharina Scheel Abstract Obwohl die menschliche Bewegung der zentrale Gegenstand der Physiotherapie ist, rückt sie, abge- sehen von der spärlichen Anzahl an Modellen der Physiotherapie – z.B. von Cott (1995) und Probst (2007) –, die sich ihr verschrieben haben, als grundlegendes Phänomen kaum in den Forschungsfo- kus. Sie wird vielmehr als Bedingung von Leben und Entwicklung vorausgesetzt. So drängen sich die Sport- und Bewegungswissenschaften in den Vordergrund, wenn es um die Erforschung von Be- wegung und ihrer zahlreichen Facetten geht. Die Bewegungsdebatten haben – wenn man von dem Mehrwert einer therapiewissenschaftlichen Betrachtungsweise ausgeht völlig unbegründet – bisher an der Physiotherapie vorbeigeführt. Trotz der Bekundungen der verschiedenen Disziplinen, der menschlichen Bewegung einen wesentli- chen Platz in ihren Konzeptionen zuweisen zu wollen, wird sie häufig als „Anhängsel“ anderer Phä- nomene verstanden. Sie ist Voraussetzung für Handeln oder für Spielen usw. Dies wurde in einer Dissertation zum Anlass genommen, die Lebensnotwendigkeit der Bewegung an sich herauszustel- len, ihr ein eigenes Menschenbild, den „Homo movens“, zu widmen und dessen „Geburt“ auf die be- sondere Herangehensweise der Physiotherapie an das Phänomen zurückzuführen. Eines der Verhält- nisse, auf das dieser Mensch projiziert wurde, war das zwischen Leib und Körper, welches eine Grundbedingung der philosophischen Anthropologie zur Beschreibung des Wesens des Menschen ist. In den ersten beiden Abschnitten dieses Beitrags wird dieses Verhältnis erklärt und sowohl Be- trachtungen der...

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