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Ethische Aspekte in der Forschung mit Kindern

Perspektiven der Gesundheitsfachberufe

Edited By Svenja Ringmann and Julia Siegmüller

Im Kontext der Akademisierung nimmt Forschung in den Fächern Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie rapide zu. Ein vordergründiges Ziel besteht im Beleg der Wirksamkeit therapeutischen Handelns. In diesem Sammelband liegt der Fokus auf ethischen Fragen in der disziplinären Forschung mit Kindern. Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Logopädie, Sprachwissenschaft, Ergotherapie, Physiotherapie, Medizinethik, Philosophie, Theologie) gehen der Frage nach, was Kinder zu einer besonders schutzbedürftigen Gruppe macht und wie die Rechte von Kindern in der disziplinären Forschung in den Gesundheitsfachberufen gewahrt werden können.

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Kommunikation, Inklusion, Ermächtigung:Theologische Perspektiven. Philipp Meyer

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139 Kommunikation, Inklusion, Ermächtigung: Theologische Perspektiven Philipp Meyer Der Gott der Bibel ist ein Gott der Kommunikation Der Autor skizziert den theologischen und religiösen Kontext, in dem Überlegungen zu einer ‚Ethik in der interdisziplinären Kindertherapieforschung‘ konnotiert werden. Die Beziehung zwischen Mensch und Gott ist in der biblischen Überlieferung wesentlich von Kom- munikation bestimmt. Im Schöpfungsakt verleiht Gott jedem Menschen eine unveräußerliche Würde, die dem Menschen die Kommunikation mit Gott und den Mitmenschen als selbständiges und ver- antwortliches Subjekt ermöglicht. Die Würde des Menschen als Geschöpf relativiert alle gesell- schaftlichen Wertungen. Der Autor folgert: Wer – durch Therapie und Forschung – die kommunikativen Fähigkeiten eines Menschen erweitert, fördert zugleich seine Fähigkeit zur Partizipation an menschlicher Gemeinschaft und am „Reich Gottes“ und unterstützt ihn so auf dem Weg zu einem erfüllten Leben. Wer die maßgeblichen Normen in einem abgegrenzten Handlungsbereich reflek- tiert, muss sich bewusst machen, dass diese Normen von den Individuen, die sie tradieren, selten einer derartigen Reflexion unterzogen werden. Was richtig ist oder falsch, was zu tun oder zu lassen ist, das weiß der Mensch einfach. Moralische Normen sind ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit1, derer sich Individuen im Verlauf ihrer Sozialisa- tion – weitgehend unbewusst – bemächtigen. Eine entscheidende Rolle bei der Prägung von moralischen Normen innerhalb einer Gesellschaft spielen die Deutungssysteme, die den jeweiligen Zentraldis- kurs bestimmen. Den Religionen kommt dabei insoweit eine Sonderrolle zu, als sie den Glauben an ihr...

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