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Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)

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Irmtraud Behr and Zofia Berdychowska

Der Band vereinigt die Beiträge eines Reihen-Seminars zum Thema «Prädikative Strukturen in Theorie und Text(en)», das von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Jagellonen-Universität Kraków und der Universität Sorbonne Nouvelle – Paris 3 getragen wurde. Die Autoren untersuchen die Begrifflichkeit, wie sie in verschiedenen Beschreibungsansätzen in der deutschen Grammatik zur Anwendung kommt. Daneben werden Problematiken zugänglich gemacht, mit denen sich die nationalen (germanistischen) Grammatiken auseinandersetzen. Die Grenzen eines engen Prädikatsbegriffs werden überschritten, wenn prädikative Relationen auf verschiedenen Ebenen angesetzt werden. Den textuellen Verwendungen bestimmter prädikativer Muster kommt dabei ein besonderer Stellenwert zu.

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Referenz und Prädikation in Nominalsätzen im Deutschen

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Irmtraud Behr Abstract In diesem Aufsatz werden die Arbeiten von Bally, Benveniste und Bühler zur nominalen Prä- dikation vorgestellt, insbesondere unter dem Aspekt der Satzhaftigkeit. Das semantisch-logi- sche Modell von Jean-Marie Zemb wird daraufhin geprüft, ob es als semantische Erklärungs- grundlage für die Struktur der verblosen Sätze (VLS) im Deutschen geeignet ist, d.h. ob es den spezifischen Bedingungen der nominalen Prädikation gerecht wird. Das Modell wird um ein Stellungsschema erweitert, sowie um Notierungen, die bestimmte Verwendungsarten der VLS veranschaulichen. Im letzten Abschnitt wird gezeigt, dass VLS sowohl statische als auch dynamische Situationen ausdrücken können. 1. Einleitung Im Rahmen eines mehrjährigen “internationalen Seminars zur deutschen Gram- matik”10, widmeten sich Dozenten und Doktoranden aus Deutschland, Frank- reich und Polen dem Thema “Prädikation/Prädikative Strukturen”. Es ging und geht darum, a) ein bestimmtes Phänomen der deutschen Grammatik aufzuarbei- ten und b) Ansätze zugänglich zu machen, mit denen sich die nationalen Ger- manistischen Grammatiken auseinandersetzen. Deshalb werden hier die Arbei- ten von Bally, Benveniste und Zemb, sofern sie die Problematik der nominalen Prädikation interessieren, ausführlicher dargestellt und mit der Position von Bühler, die im deutschen Sprachraum bekannt ist, verglichen. In der linguistischen Literatur geht man von zwei Grundoperationen aus: Referenz und Prädikation. Dazu kommen, auf sentenzionaler und über- sentenzionaler Ebene, noch konnektive Operationen sowie verschiedene deter- minative Operationen. Benveniste (1950) geht von der Opposition Subjekt-Prädikat aus, also von einer binären Relation. Das Pr...

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